Analyse Ihrer Unternehmensstruktur
Fazit
Ihr Unternehmen hat 127 Punkte von insgesamt 460 möglichen Punkten erreicht.
Sie haben sich mit Ihrem Unternehmen bereits auf den Weg hin zu einer familienbewussten Personalpolitik gemacht und schon vieles erreicht. Machen Sie für sich noch einmal deutlich, an welchen Stellen Sie sich verbessern müssen. Hierbei helfen Ihnen die Auswertungsergebnisse in den einzelnen Teilbereichen dieses Selbstchecks. Sie werden nachfolgend noch einmal übersichtlich dargestellt. Im Abgleich mit den geäußerten Bedarfen Ihrer Beschäftigten und Ihrer Unternehmenssituation lassen sich konkrete Maßnahmen ableiten, die Ihre familienbewusste Personalpolitik verbessern werden. Beachten Sie hierzu auch die Maßnahmenvorschläge dieses Tools. Führen Sie auch eine Altersstrukturanalyse Ihrer Belegschaft durch. Diese zeigt Ihnen, welche Maßnahmen in Zukunft möglicherweise noch wichtiger werden. Wie viele Beschäftigte haben Kinder, wie viele (noch) nicht? Wo könnte das Thema Pflege von Angehörigen zukünftig an Bedeutung zunehmen? Welche Fachkräfte benötigen Sie in den nächsten Jahren und wie können Sie auf deren Bedürfnisse eingehen? Eine familienbewusste Personalpolitik spielt hierbei eine immer größere Rolle. Sie sind auf dem richtigen Weg! Weiter so und viel Erfolg!
Teil Unternehmenskultur
Unternehmensgrösse
Ihr Betrieb gehört im Hinblick auf die Beschäftigtenzahl zu den eher kleineren Unternehmen. Dies hat den Vorteil, dass Sie die Bedarfe und die individuellen Situationen Ihrer Beschäftigten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf schon kennen oder diese unkompliziert erfragen können. Schriftliche Befragungen bieten sich erst ab einer Mitarbeitendenzahl von ca. 20 Beschäftigten an. Bei einer geringeren Anzahl können Sie die Bedarfe und auch Verbesserungsvorschläge besser in persönlichen Gesprächen (z.B. im Mitarbeitendengespräch) erfragen. Viele familienbewusste Maßnahmen sind kaum kostenintensiv und oft können „kleine“ Angebote schon viel bewirken. In kleineren Unternehmen können viele Lösungen auch informell (also ohne schriftlich festgelegtes Regelwerk) und individuell umgesetzt werden. Sofern in Ihrem Unternehmen ein Betriebsrat vorhanden ist, sollten Sie diesen bereits frühzeitig, also bei der Planung der Bedarfserhebung und der Maßnahmen einbeziehen.
Verhältnis kaufmännischer und gewerblicher Mitarbeiter/innen
Da in Ihrem Unternehmen überwiegend gewerbliche Mitarbeiter/innen beschäftigt werden, sind einigen familienbewussten Maßnahmen (Homeoffice, Vertrauensarbeitszeit etc.) Grenzen gesetzt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass für die Beschäftigten keine Angebote gefunden werden können. Bestimmte Tätigkeiten (z.B. Planung oder Dokumentationspflichten) können unter Umständen durchaus orts- und zeitunabhängig ausgeführt werden. Außerdem kann eine gewisse Flexibilität durch Teamarbeit erreicht werden, wo Vertretungs- oder auch Gleitzeitregelungen untereinander getroffen werden. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an weiteren Maßnahmen, wie etwa Unterstützung durch Information, Vermittlung von Kontakten, betriebliche Kinderbetreuung, geldwerte Leistungen und vieles mehr.
Feste Anwesenheitszeiten
Wenn für die meisten Mitarbeiter/innen feste Anwesenheitszeiten gelten und diese aufgrund des Arbeitsprozesses auch nicht flexibler gestaltet werden können, gilt es, Neiddebatten entgegen zu wirken. Dies wird beispielsweise dadurch gewährleistet, dass diese Beschäftigten in anderen Handlungsfeldern des betrieblichen Familienbewusstseins (Service für Familien, geldwerte Leistungen, Information und Vermittlungsdienstleistungen) unterstützt werden.
Schichtarbeit
Da in Ihrem Unternehmen keine Schichtarbeit vorliegt, müssen Sie auf die speziellen Bedarfe von Beschäftigten in Schichtarbeit nicht gesondert eingehen.
Teil A: Arbeitszeit und Arbeitsort
Ihr Unternehmen hat 40 Punkte von insgesamt 100 möglichen Punkten erreicht.
Es bietet bereits ein gutes Maßnahmenangebot im Bereich Arbeitszeit und Arbeitsort an. Dennoch sollten Sie stets überprüfen, ob das Angebot den Bedarfen der Beschäftigten gerecht wird und in welcher Intensität die Maßnahmen in Anspruch genommen werden, um bei Bedarf nachjustieren zu können. Vielleicht gibt es auch noch weiteres Verbesserungs- oder Ausbaupotential an flexiblen Maßnahmen. Manchmal entsteht dieses, wenn sich Arbeitsprozesse im Unternehmen oder die Beschäftigtenstruktur ändern. Beachten Sie auch die weiteren Maßnahmenvorschläge in diesem Bereich.
Mögliche Umsetzungs-Tipps auf Ihrer Unternehmensstruktur
Flexible Arbeitszeitmodelle
- Arbeitszeitkonten
- Entgeltumwandlung in Zeit
- Funktionsarbeitszeit
Umgang mit familiären Bedarfssituationen
- Familienbewusste Rücksichtnahme bei Erreichbarkeit, Termine, Dienstplanung usw.
- Familienbewusste Vertretungsregelungen
- Freistellung von bestimmten Aufgaben
Teil B: Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen
Ihr Unternehmen hat 8 Punkte von insgesamt 108 möglichen Punkten erreicht.
Ihr Maßnahmenangebot zur Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen weist Verbesserungspotential auf. Dieses hängt maßgeblich von den Bedarfen der Beschäftigten ab. Grundsätzlich gibt es eine Vielzahl an Maßnahmen, die zur Unterstützung der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen für Ihre Beschäftigten hilfreich sein können, ohne dabei sehr kostenintensiv zu sein. Beispielsweise die Zusammenstellung von externen Angeboten und Informationen. Hierzu bietet es sich an, dass eine Ansprechperson diese Informationen bündelt und regelmäßig aktualisiert. Im Bereich der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf kann bspw. eine Person zur „betrieblichen Pflegelotsin“/zum „betrieblichen Pflegelotsen“ weitergebildet werden. Natürlich können auch Maßnahmen aus anderen Bereichen (Soziale Leistungen, Unternehmens- und Personalpolitik usw.) bei der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen unterstützen. Beachten Sie auch die weiteren Maßnahmenvorschläge in diesem Bereich.
Mögliche Umsetzungs-Tipps auf Ihrer Unternehmensstruktur
Regelmäßigen Kinderbetreuung
- Beratung/Vermittlung von externer Kinderbetreuung
- Kontakt zu Familiendienstleistern/-netzwerken/-portalen herstellen
- Bezuschussung von Kinderbetreuungskosten, Förderung von Elterninitiativen
Kinderbetreuung während der Ferienzeiten
- Reservierung von Belegplätzen in externen Ferienbetreuungen
- Zusammenstellung von externen Angeboten
- Anpassung der Arbeitszeit
Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
- feste Ansprechperson im Unternehmen/Pflegelotsen
- Vorträge, Seminare u.ä. zum Thema Pflege
- Informationsmaterial (intern und/oder extern)
Teil C: Soziale Leistungen
Ihr Unternehmen hat 12 Punkte von insgesamt 44 möglichen Punkten erreicht.
Das Maßnahmenangebot im Bereich der sozialen Leistungen (Betriebliches Gesundheitsmanagement und sonstige Leistungen in Bezug auf ein betriebliches Familienbewusstsein) ist bei Ihnen bereits gut aufgestellt. Vielleicht können Sie es noch optimieren, indem Sie einige der vorgeschlagenen Impulse aufnehmen oder überprüfen, ob bestimmte Beschäftigtengruppen (z.B. Führungskräfte) von den Maßnahmen ebenso profitieren können wie andere. Betriebliches Gesundheitsmanagement zum Beispiel sollte bedarfsgerecht für alle Beschäftigten zur Verfügung stehen (und natürlich auch Sie selbst einbeziehen). Beachten Sie auch die weiteren Maßnahmenvorschläge in diesem Bereich.
Mögliche Umsetzungs-Tipps auf Ihrer Unternehmensstruktur
betrieblichen Gesundheitsmanagement
- Gutscheine für gesundheitsfördernde Maßnahmen oder Freizeitangebote
- Gesundheitstag mit Infos und Angeboten
- Ansprechperson, Betriebsarzt bzw. -ärztin
weitere soziale Leistungen in Bezug auf Familienfreundlichkeit
- Berücksichtigung des ÖPNV in der Zeitplangestaltung
- Leasing von Firmenfahrrädern (auch für Familienangehörige)
- betriebliche Altersvorsorge
Teil D: Arbeitsorganisation
Ihr Unternehmen hat 18 Punkte von insgesamt 20 möglichen Punkten erreicht.
Die Ausrichtung Ihrer Arbeitsorganisation und der Arbeitsabläufe ist bereits familienfreundlich, an einigen Stellschrauben lässt sie sich aber vielleicht noch weiter verbessern. Möglicherweise gibt es Bereiche, in denen Teamarbeit oder eine Durchmischung insgesamt bisher nicht denkbar war. Hier ist meist mehr möglich als zunächst angenommen. Auch Vertretungsregelungen und Urlaubsabstimmungen sind oft ein heikles Thema. Da hilft in erster Linie Transparenz und Kommunikation, damit den Bedarfen aller Beschäftigten soweit wie möglich entsprochen werden kann. Beziehen Sie Ihre Beschäftigten (und noch wichtiger: die Führungskräfte) in die Organisation ein und diskutieren Sie Grenzen offen miteinander. Beachten Sie auch die weiteren Maßnahmenvorschläge in diesem Bereich.
Teil E: Unternehmens- und Personalpolitik
Ihr Unternehmen hat 25 Punkte von insgesamt 56 möglichen Punkten erreicht.
Ihre Unternehmens- und Personalpolitik beinhaltet bereits viele familienbewusste Elemente. Sie können diese vor dem Hintergrund der Bedarfe Ihrer Beschäftigten aber sicher noch weiter verbessern. Beziehen Sie Ihre Führungskräfte bei der Planung mit ein. Wo benötigen sie weitere Unterstützung? Wo liegen die besonderen Herausforderungen aus der Sicht der Führungskräfte und welche Lösungsvorschläge machen sie? Die Führungskräfte stellen in dieser Hinsicht eine ganz wichtige Schnittstelle zwischen Unternehmensleitung und Beschäftigten dar. Sie ermöglichen erst, dass familienbewusste Maßnahmen im Arbeitsalltag überhaupt umgesetzt werden können. Gleichzeitig können sie selbst Maßnahmen in Anspruch nehmen und mit gutem Beispiel vorangehen. Beachten Sie auch die weiteren Maßnahmenvorschläge in diesem Bereich.
Mögliche Umsetzungs-Tipps auf Ihrer Unternehmensstruktur
Elternzeitbegleitung
- Freiwilliger Einbezug bei Firmenfesten, Events, Messen u.ä.
- Wiedereinstiegsgespräch
- Freiwilliger Einbezug bei Fortbildungen, Schulungen u.ä.
Teil F: Kommunikation
Ihr Unternehmen hat 18 Punkte von insgesamt 108 möglichen Punkten erreicht.
Es sollte sich im Bereich der Kommunikation hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Die Effizienz einer familienbewussten Personalpolitik hängt entscheidend davon ab, inwieweit die Bedarfe der Beschäftigten erhoben werden sowie ob und wie das Maßnahmenangebot kommuniziert wird. Die besten Maßnahmen bringen nichts, wenn sie an den Bedarfen der Beschäftigten vorbeigehen oder ihnen nicht bekannt sind. Wenn die Maßnahmen dann auch noch kostenintensiv eingeführt wurden, laufen die Investitionen ins Leere. Auch Grenzen und Rahmenbedingungen der familienbewussten Maßnahmen sollten den Beschäftigten deutlich gemacht werden. Oft bietet es sich an, unterschiedliche Informationskanäle im Unternehmen zu nutzen. Diese sollten möglichst dem Arbeitsalltag und den ohnehin schon genutzten Kanälen der jeweiligen Beschäftigtengruppen entsprechen (z.B. Intranet, E-Mail, Mitarbeitendenzeitung, Schwarzes Brett, Informationsbeilage zur Lohnabrechnung, feste Ansprechperson(en) usw.). Auch die externe Kommunikation über das Maßnahmenangebot ist ein zentraler Baustein des Employer Brandings, um neue Fach- und Führungskräfte zu gewinnen, nach dem Motto: „Tue Gutes und rede darüber.“ Beachten Sie auch die weiteren Maßnahmenvorschläge in diesem Bereich.
Mögliche Umsetzungs-Tipps auf Ihrer Unternehmensstruktur
Interne Kommunikation
- Thematisierung bei Besprechungen, internen Veranstaltungen usw.
- Informationen im Einstellungsprozess
- Integration v. Familienbewusstsein in die Unternehmensleitlinien
Externe Kommunikation
- Mund-zu-Mund-Propaganda fördern
- Internetseite und/oder Social Media
- Jobmessen/Karrieremessen
Teil G
Ihr Unternehmen hat 6 Punkte von insgesamt 24 möglichen Punkten erreicht.
Nach Ihrer Einschätzung befindet sich Ihr Unternehmen im Mittelfeld, was das betriebliche Familienbewusstsein angeht. Sie sollten sich daher fragen, wo es sich noch verbessern muss und verbessern kann. Oft können kleine Veränderungen großes bewirken und Sie können dabei auf das bereits Erreichte aufbauen. Überprüfen Sie einmal, ob die angebotenen Maßnahmen tatsächlich für alle Beschäftigten im jeweils möglichen Maße gelten. Dort, wo bestimmte Angebote nicht umsetzbar sind, gibt es vielleicht Alternativen. Beachten Sie hierzu auch unsere Maßnahmenvorschläge. Darüber hinaus ist wichtig zu wissen, ob Ihre Beschäftigten und Führungskräfte das betriebliche Familienbewusstsein in Ihrem Unternehmen ähnlich einschätzen wie Sie selbst. Hier treten oft Wahrnehmungsdifferenzen auf. Dies können Sie bspw. durch eine Beschäftigtenbefragung oder (je nach Betriebsgröße) in persönlichen Gesprächen erfahren. Besonders zu beachten ist, inwieweit die Einschätzungen der Beschäftigten und der Führungskräfte hierbei übereinstimmen bzw. auseinandergehen.
ANSPRECHPARTNERINNEN
Falls Sie Fragen zu Ihren Ergebnissen aus dem Selbst-Check haben oder ein Beratungsgespräch zur Zertifizierung wünschen, können Sie sich gerne an uns wenden. Wir begleiten Sie gerne auf Ihrem Weg zum „Familienfreundlichen Unternehmen im Hochsauerlandkreis“!

Projektleiterin
Katja Cramer
- Steinstr. 27, 59872 Meschede
- katja.cramer@hochsauerlandkreis.de
- 0291 94 1337

Projektmanagerin
Isabelle Haite
- Steinstr. 27, 59872 Meschede
- isabelle.haite@hochsauerlandkreis.de
- 0291 94 1650