Analyse Ihrer Unternehmensstruktur

Fazit

Ihr Unternehmen hat 322 Punkte von insgesamt 460 möglichen Punkten erreicht.

Sie haben sich mit Ihrem Unternehmen bereits auf den Weg hin zu einer familienbewussten Personalpolitik gemacht und schon vieles erreicht. Machen Sie für sich noch einmal deutlich, an welchen Stellen Sie sich verbessern müssen. Hierbei helfen Ihnen die Auswertungsergebnisse in den einzelnen Teilbereichen dieses Selbstchecks. Sie werden nachfolgend noch einmal übersichtlich dargestellt. Im Abgleich mit den geäußerten Bedarfen Ihrer Beschäftigten und Ihrer Unternehmenssituation lassen sich konkrete Maßnahmen ableiten, die Ihre familienbewusste Personalpolitik verbessern werden. Beachten Sie hierzu auch die Maßnahmenvorschläge dieses Tools. Führen Sie auch eine Altersstrukturanalyse Ihrer Belegschaft durch. Diese zeigt Ihnen, welche Maßnahmen in Zukunft möglicherweise noch wichtiger werden. Wie viele Beschäftigte haben Kinder, wie viele (noch) nicht? Wo könnte das Thema Pflege von Angehörigen zukünftig an Bedeutung zunehmen? Welche Fachkräfte benötigen Sie in den nächsten Jahren und wie können Sie auf deren Bedürfnisse eingehen? Eine familienbewusste Personalpolitik spielt hierbei eine immer größere Rolle. Sie sind auf dem richtigen Weg! Weiter so und viel Erfolg!


Teil Unternehmenskultur

Unternehmensgrösse

Ihr Betrieb gehört im Hinblick auf die Beschäftigtenzahl zu den eher kleineren Unternehmen. Dies hat den Vorteil, dass Sie die Bedarfe und die individuellen Situationen Ihrer Beschäftigten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf schon kennen oder diese unkompliziert erfragen können. Schriftliche Befragungen bieten sich erst ab einer Mitarbeitendenzahl von ca. 20 Beschäftigten an. Bei einer geringeren Anzahl können Sie die Bedarfe und auch Verbesserungsvorschläge besser in persönlichen Gesprächen (z.B. im Mitarbeitendengespräch) erfragen. Viele familienbewusste Maßnahmen sind kaum kostenintensiv und oft können „kleine“ Angebote schon viel bewirken. In kleineren Unternehmen können viele Lösungen auch informell (also ohne schriftlich festgelegtes Regelwerk) und individuell umgesetzt werden. Sofern in Ihrem Unternehmen ein Betriebsrat vorhanden ist, sollten Sie diesen bereits frühzeitig, also bei der Planung der Bedarfserhebung und der Maßnahmen einbeziehen.

Verhältnis kaufmännischer und gewerblicher Mitarbeiter/innen

Feste Anwesenheitszeiten

Für Ihre Mitarbeiter/innen gelten feste Anwesenheitszeiten (z.B. aufgrund von direktem Kundenkontakt, Produktionsabläufen und anderen zeitabhängigen Arbeitsprozessen). Überprüfen Sie einmal, ob dies wirklich für alle Beschäftigten erforderlich ist. Oft können schon kleine Gleitzeitkorridore bei Arbeitsbeginn oder -ende oder bspw. in der Mittagspause für Mitarbeitende hilfreich sein (Anpassung an den ÖPNV, Öffnungszeiten von Betreuungseinrichtungen etc.). Für alle Beschäftigten mit starren Arbeitszeiten bieten sich andere familienbewusste Unterstützungsangebote an (Unterstützung bei der Kinderbetreuung, Einrichtung eines Pflegelotsen, Informationsmaterial usw.).

Schichtarbeit

Da in Ihrem Unternehmen keine Schichtarbeit vorliegt, müssen Sie auf die speziellen Bedarfe von Beschäftigten in Schichtarbeit nicht gesondert eingehen.


Teil A: Arbeitszeit und Arbeitsort

Ihr Unternehmen hat 84 Punkte von insgesamt 100 möglichen Punkten erreicht.

Es bietet bereits ein gutes Maßnahmenangebot im Bereich Arbeitszeit und Arbeitsort an. Dennoch sollten Sie stets überprüfen, ob das Angebot den Bedarfen der Beschäftigten gerecht wird und in welcher Intensität die Maßnahmen in Anspruch genommen werden, um bei Bedarf nachjustieren zu können. Vielleicht gibt es auch noch weiteres Verbesserungs- oder Ausbaupotential an flexiblen Maßnahmen. Manchmal entsteht dieses, wenn sich Arbeitsprozesse im Unternehmen oder die Beschäftigtenstruktur ändern. Beachten Sie auch die weiteren Maßnahmenvorschläge in diesem Bereich.

Mögliche Umsetzungs-Tipps auf Ihrer Unternehmensstruktur

Flexible Arbeitszeitmodelle

  • Funktionsarbeitszeit
  • verschiedene Teilzeitmodelle
  • Entgeltumwandlung in Zeit

Umgang mit familiären Bedarfssituationen

  • Familienbewusste Rücksichtnahme bei Erreichbarkeit, Termine, Dienstplanung usw.
  • Notfallbetreuung (z.B. durch externe Unterstützung)
  • Auf- und Abstocken der Arbeitszeit

Teil B: Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen

Ihr Unternehmen hat 61 Punkte von insgesamt 108 möglichen Punkten erreicht.

Sie liegen im Bereich der Angebote für Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von Pflege und Beruf im Mittelfeld, was das Maßnahmenangebot angeht. Hinterfragen Sie, wo es den Bedarf und die Möglichkeit zur Erweiterung des Angebotes gibt. Vielleicht geben Ihnen die dargestellten Beispielmaßnahmen erste Impulse. Gerade beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Pflege lohnt es sich, Unterstützung von externer Seite (z.B. kommunale Angebote) zu holen, da dieses Thema noch verhältnismäßig neu und der Bedarf entsprechend relativ gering oder schlichtweg nicht bekannt ist. Dieser wird aber in Zukunft deutlich steigen. Behalten Sie daher auch die Altersstruktur Ihrer Beschäftigten im Blick, um frühzeitig geeignete Maßnahmen umsetzen zu können. Beachten Sie auch die weiteren Maßnahmenvorschläge in diesem Bereich.

Mögliche Umsetzungs-Tipps auf Ihrer Unternehmensstruktur

Regelmäßigen Kinderbetreuung

  • Kontakt zu Familiendienstleistern/-netzwerken/-portalen herstellen
  • Beratung/Vermittlung von externer Kinderbetreuung
  • Reservierung von Belegplätzen in Kitas, Betriebskita (eigene oder in Kooperation)

Kinderbetreuung während der Ferienzeiten

  • Reservierung von Belegplätzen in externen Ferienbetreuungen
  • Zusammenstellung von externen Angeboten
  • Eigenes Ferienbetreuungsangebot

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

  • feste Ansprechperson im Unternehmen/Pflegelotsen
  • Informationsmaterial (intern und/oder extern)
  • Betriebsvereinbarung zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Teil C: Soziale Leistungen

Ihr Unternehmen hat 4 Punkte von insgesamt 44 möglichen Punkten erreicht.

Sie sollten im Bereich der sozialen Leistungen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement und weiteren zusätzlichen Leistungen in Bezug auf ein betriebliches Familienbewusstsein Ihr Maßnahmenangebot erweitern. Die Gesundheit Ihrer Beschäftigten ist eng mit deren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber auch direkt mit ihren Arbeitsleistungen, ihrer Motivation und langfristigen Beschäftigungsfähigkeit verbunden. Bereits mit geringen Mitteln lässt sich hier einiges im wahrsten Sinne des Wortes „bewegen“: Informationsmaterial zu Sport und Ernährung, gemeinsame Sportangebote, Gesundheitstage oder auch Gutscheine in Kooperation mit Sportvereinen oder Fitness-Studios sind beliebte Optionen. Aber auch das Kontakthalten währen einer längeren Arbeitsunterbrechung oder die betriebliche Altersvorsorge sind bewährte Instrumente, um die Fachkräfte zu binden (und neue zu gewinnen). Wichtig ist auch hier, dass die Angebote auf deren Bedarfe abgestimmt werden. Beachten Sie auch die weiteren Maßnahmenvorschläge in diesem Bereich.

Mögliche Umsetzungs-Tipps auf Ihrer Unternehmensstruktur

betrieblichen Gesundheitsmanagement

  • Ansprechperson, Betriebsarzt bzw. -ärztin
  • Gesundheitstag mit Infos und Angeboten
  • Gutscheine für gesundheitsfördernde Maßnahmen oder Freizeitangebote

weitere soziale Leistungen in Bezug auf Familienfreundlichkeit

  • Berücksichtigung des ÖPNV in der Zeitplangestaltung
  • betriebliche Altersvorsorge
  • Wiedereinstiegsplanung nach Eltern- und/oder Pflegezeit oder andere Unterbrechung

Teil D: Arbeitsorganisation

Ihr Unternehmen hat 14 Punkte von insgesamt 20 möglichen Punkten erreicht.

Die Ausrichtung Ihrer Arbeitsorganisation und der Arbeitsabläufe ist bereits familienfreundlich, an einigen Stellschrauben lässt sie sich aber vielleicht noch weiter verbessern. Möglicherweise gibt es Bereiche, in denen Teamarbeit oder eine Durchmischung insgesamt bisher nicht denkbar war. Hier ist meist mehr möglich als zunächst angenommen. Auch Vertretungsregelungen und Urlaubsabstimmungen sind oft ein heikles Thema. Da hilft in erster Linie Transparenz und Kommunikation, damit den Bedarfen aller Beschäftigten soweit wie möglich entsprochen werden kann. Beziehen Sie Ihre Beschäftigten (und noch wichtiger: die Führungskräfte) in die Organisation ein und diskutieren Sie Grenzen offen miteinander. Beachten Sie auch die weiteren Maßnahmenvorschläge in diesem Bereich.


Teil E: Unternehmens- und Personalpolitik

Ihr Unternehmen hat 47 Punkte von insgesamt 56 möglichen Punkten erreicht.

Ihre Unternehmens- und Personalpolitik beinhaltet bereits viele familienbewusste Elemente. Sie können diese vor dem Hintergrund der Bedarfe Ihrer Beschäftigten aber sicher noch weiter verbessern. Beziehen Sie Ihre Führungskräfte bei der Planung mit ein. Wo benötigen sie weitere Unterstützung? Wo liegen die besonderen Herausforderungen aus der Sicht der Führungskräfte und welche Lösungsvorschläge machen sie? Die Führungskräfte stellen in dieser Hinsicht eine ganz wichtige Schnittstelle zwischen Unternehmensleitung und Beschäftigten dar. Sie ermöglichen erst, dass familienbewusste Maßnahmen im Arbeitsalltag überhaupt umgesetzt werden können. Gleichzeitig können sie selbst Maßnahmen in Anspruch nehmen und mit gutem Beispiel vorangehen. Beachten Sie auch die weiteren Maßnahmenvorschläge in diesem Bereich.

Mögliche Umsetzungs-Tipps auf Ihrer Unternehmensstruktur

Elternzeitbegleitung

  • Wiedereinstiegsgespräch
  • Freiwilliger Einbezug bei Firmenfesten, Events, Messen u.ä.
  • Freiwilliger Einbezug bei Fortbildungen, Schulungen u.ä.

Teil F: Kommunikation

Ihr Unternehmen hat 88 Punkte von insgesamt 108 möglichen Punkten erreicht.

Im Bereich der Kommunikation zu den familienbewussten Maßnahmen ist Ihr Unternehmen gut aufgestellt. Überprüfen Sie, wo Sie sich noch verbessern können. Der Bereich der Kommunikation ist zentraler Bestandteil einer familienbewussten Personalpolitik. Die besten Maßnahmen bringen nichts, wenn sie an den Bedarfen der Beschäftigten vorbeigehen oder ihnen nicht bekannt sind. Wenn die Maßnahmen dann auch noch kostenintensiv eingeführt wurden, laufen die Investitionen ins Leere. Auch Grenzen und Rahmenbedingungen der familienbewussten Maßnahmen sollten den Beschäftigten deutlich gemacht werden. Beachten Sie auch die weiteren Maßnahmenvorschläge in diesem Bereich.

Mögliche Umsetzungs-Tipps auf Ihrer Unternehmensstruktur

Interne Kommunikation

  • Integration v. Familienbewusstsein in die Unternehmensleitlinien
  • Intranet oder schwarzes Brett
  • Thematisierung bei Besprechungen, internen Veranstaltungen usw.

Externe Kommunikation

  • Mund-zu-Mund-Propaganda fördern
  • Jobmessen/Karrieremessen
  • Stellenausschreibungen, Recruiting

Teil G

Ihr Unternehmen hat 24 Punkte von insgesamt 24 möglichen Punkten erreicht.

Nach Ihrer Einschätzung befindet sich Ihr Unternehmen im Mittelfeld, was das betriebliche Familienbewusstsein angeht. Sie sollten sich daher fragen, wo es sich noch verbessern muss und verbessern kann. Oft können kleine Veränderungen großes bewirken und Sie können dabei auf das bereits Erreichte aufbauen. Überprüfen Sie einmal, ob die angebotenen Maßnahmen tatsächlich für alle Beschäftigten im jeweils möglichen Maße gelten. Dort, wo bestimmte Angebote nicht umsetzbar sind, gibt es vielleicht Alternativen. Beachten Sie hierzu auch unsere Maßnahmenvorschläge. Darüber hinaus ist wichtig zu wissen, ob Ihre Beschäftigten und Führungskräfte das betriebliche Familienbewusstsein in Ihrem Unternehmen ähnlich einschätzen wie Sie selbst. Hier treten oft Wahrnehmungsdifferenzen auf. Dies können Sie bspw. durch eine Beschäftigtenbefragung oder (je nach Betriebsgröße) in persönlichen Gesprächen erfahren. Besonders zu beachten ist, inwieweit die Einschätzungen der Beschäftigten und der Führungskräfte hierbei übereinstimmen bzw. auseinandergehen.


ANSPRECHPARTNERINNEN

Falls Sie Fragen zu Ihren Ergebnissen aus dem Selbst-Check haben oder ein Beratungsgespräch zur Zertifizierung wünschen, können Sie sich gerne an uns wenden. Wir begleiten Sie gerne auf Ihrem Weg zum „Familienfreundlichen Unternehmen im Hochsauerlandkreis“!

Katja Cramer_Foto Mitarbeiter

Projektleiterin

Katja Cramer

Haite

Projektmanagerin

Isabelle Haite