Digitalisierung

Transparenz im Ressourceneinsatz: Erfolgreiche Installation der WFG.IoT-Box bei der Toptube Rohrbearbeitung GmbH

Wie können Unternehmen ihren Energie- und Ressourceneinsatz transparenter gestalten und Einsparpotenziale erkennen? Eine praxisnahe Antwort darauf bietet die WFG.IoT-Box der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH (WFG HSK). Im Rahmen des EFRE-geförderten Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS+ wurde die WFG.IoT-Box über einen Zeitraum von sechs Wochen bei der Toptube Rohrbearbeitung GmbH installiert – mit aufschlussreichen Ergebnissen.

Installation der IoT-Box mit Rainer Schmutte (RSConnect), Bernd Vormberg (Toptube Rohrbearbeitung GmbH) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Die IoT-Box ist ein kostenloses Angebot der WFG HSK, das Unternehmen ermöglicht, Maschinen- und Prozessdaten unkompliziert zu erfassen und auszuwerten. Der Einsatz erfolgt für bis zu sechs Wochen und liefert eine fundierte Datenbasis für datengetriebene Optimierungen in der Produktion.

Während des sechs­wöchigen Einsatzes bei Toptube lieferte die WFG.IoT-Box detaillierte Einblicke in den Maschinenbetrieb und den Energieeinsatz:

– Der Energieverbrauch der betrachteten Maschine erwies sich insgesamt als gering und zeigte nur wenige kurzzeitige Lastspitzen.
– Auch der Druckluftverbrauch lag auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.
– Der Leitungsdruck war durchgehend stabil und bewegte sich im üblichen Bereich zwischen 6,7 und 7,7 bar.
– Das Schwingungsverhalten der Maschine war unauffällig und sehr gering.
– Auf Basis der erhobenen Daten konnte der Energieverbrauch pro Stück bzw. pro Auftrag eindeutig definiert werden.
– Zudem wurden Potenziale zur Energieeinsparung sichtbar, etwa durch das konsequente Abschalten der Maschine in produktionsfreien Zeiten.
– Der Standby-Verbrauch der Maschine fiel insgesamt gering aus.

Online-Datencheck mit Rainer Schmutte (RSConnect), Bernd Vormberg (Toptube Rohrbearbeitung GmbH) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Der Einsatz der WFG.IoT-Box bei der Toptube Rohrbearbeitung GmbH zeigt exemplarisch, wie bereits mit einfachen digitalen Lösungen wertvolle Erkenntnisse für mehr Energieeffizienz und Transparenz gewonnen werden können. Unternehmen erhalten eine belastbare Datengrundlage, um Prozesse zu bewerten, Optimierungspotenziale zu identifizieren und langfristig Kosten zu senken.

Begleitet wurde der gesamte Einsatz – von der Installation über die Betreuung während der Einsatzzeit bis hin zur Deinstallation – durch den Dienstleister RSConnect, der die technische Umsetzung und Datenauswertung unterstützte. Durch diese enge Kooperation konnte sichergestellt werden, dass die gewonnenen Erkenntnisse fachlich fundiert aufbereitet und unmittelbar im Betrieb nutzbar gemacht werden.

„Die IoT-Box bietet kleinen und mittleren Unternehmen einen niederschwelligen Zugang zu Themen wie Datenerfassung, Energie-Monitoring und Prozessanalyse“, erklärt René Rudat, Projektleiter des Programms Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS bei der WFG HSK. „Unser Ziel ist es, den Betrieben im Hochsauerlandkreis praxisnah zu zeigen, wie Digitalisierung konkret im Alltag funktioniert – und zwar ohne großen Aufwand oder hohe Investitionen.“

Interessierte Unternehmen können die IoT-Box bei der WFG HSK kostenlos für bis zu sechs Wochen anfragen und im eigenen Betrieb testen. Die Ergebnisse werden anschließend gemeinsam ausgewertet und in konkrete Digitalisierungs- oder Effizienzprojekte überführt.


Hintergrund:
Das Angebot ist Teil des Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH und wird mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der industriell geprägten Region Südwestfalen durch Digitalisierung, Innovation und nachhaltige Produktionsprozesse zu stärken.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Open Source Day 2026: Praxisnahe Einblicke in digitale Souveränität

Am 4. März 2026 fand an der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede der diesjährige Open Source Day statt. Von 14:00 bis 18:00 Uhr kamen Unternehmen, IT-Expertinnen und -Experten sowie Interessierte aus der Region zusammen, um sich über die Potenziale und konkreten Einsatzmöglichkeiten von Open-Source-Technologien auszutauschen.

Begrüßung aller Teilnehmenden durch Geschäftsführer Oliver Dülme im Vorlesungssaal 8.1 der FH Meschede

Nach dem Check-in begrüßte Oliver Dülme, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH, die Teilnehmenden im Vorlesungssaal der Hochschule. Gemeinsam mit einem politischen Grußwort wurde der inhaltliche Rahmen für eine Veranstaltung geschaffen, die die zunehmende Bedeutung digitaler Souveränität für Unternehmen in den Mittelpunkt stellte.

Die Agenda zum Open Source Day als PDF zum Download finden Sie hier.

Videogrußbotschaft von Schirmherrin und MdB Sandra Stein (Bündnis90/Die Grünen) im Vorlesungssaal 8.1 der FH Meschede

Den fachlichen Auftakt bildete die Keynote „Digitale Souveränität“ von Lothar Becker (.riess applications GmbH). In seinem Vortrag zeigte er auf, wie Open-Source-Lösungen Unternehmen dabei unterstützen können, unabhängiger von proprietären Systemen zu werden, ihre IT-Strukturen transparenter zu gestalten und langfristig Innovationspotenziale zu nutzen.

Keynote für Gonicus von Lothar Becker (Geschäftsführer .riess applications GmbH) im Vorlesungssaal 8.1 der FH Meschede

Im Anschluss erwartete die Teilnehmenden ein vielseitiges Programm mit zwölf Fachvorträgen in drei parallelen Panels. Die Referentinnen und Referenten aus Unternehmen, Forschung und Hochschule präsentierten konkrete Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft.

So ging es unter anderem um die Migration auf Open-Source-Office-Lösungen, den Aufbau und Betrieb von Open-Source-IT-Infrastrukturen sowie um Asset-Management und ERP-Systeme auf Open-Source-Basis. Weitere Vorträge beschäftigten sich mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Bilderkennung zur Qualitätskontrolle, mit Retrofitting in der Produktion sowie mit innovativen Lern- und Simulationsplattformen aus der Hochschule.

Zu den beteiligten Organisationen gehörten unter anderem die Fachhochschule Südwestfalen, EGroupware GmbH, hero scale GmbH, NetLock RMM, .riess applications GmbH, OKIT GmbH, open.INC GmbH, OPaaS GmbH, bepro solutions GmbH, cyber complete GmbH sowie das Lehrstuhlteam LPS der Ruhr-Universität Bochum.

Den Timetable der Panels zum Open Source Day als PDF zum Download finden Sie hier.

Die große thematische Bandbreite zeigte eindrucksvoll, dass Open Source längst weit über klassische Softwareentwicklung hinausgeht und zunehmend eine wichtige Rolle für Industrie, Verwaltung und mittelständische Unternehmen spielt.

Networking im Ausstellerbereich an den Ständen aller Unternehmen und Institutionen im Foyer der FH Meschede

Beim anschließenden Networking im Ausstellerbereich nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit, sich weiter auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und konkrete Anwendungsfälle zu diskutieren.

Der Open Source Day machte damit einmal mehr deutlich, wie wichtig der Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Technologieanbietern ist, um digitale Innovationen in der Region voranzutreiben und Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen.


Hintergrund:
Der „Open Source Day“ richtet sich gezielt an Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche und wurde im Rahmen des EFRE geförderten Projekts „Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS+“ veranstaltet. Er bot praxisnahe Informationen und Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Digitalen Souveränität durch Open Source Software und förderte den Austausch zwischen Expertinnen und Experten sowie Teilnehmenden.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Cyberangriffe auf KMU – Bericht eines Hackers: Zweite Veranstaltung der Reihe „Cybersicherheit im HSK“ am 26. Februar 2026

Mit praxisnahen Einblicken in die aktuelle Bedrohungslage für kleine und mittelständische Unternehmen ging die siebenteilige Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK“ am 26. Februar 2026 in ihre zweite Runde. In der Online-Veranstaltung „Cyberangriffe auf KMU – Bericht eines Hackers“ zeigte der erfahrene Penetration-Tester und ethische Hacker Björn Hering eindrucksvoll, wie Cyberkriminelle in der Praxis vorgehen und welche typischen Schwachstellen in Unternehmen ausgenutzt werden.

Eröffnung der Veranstaltung durch René Rudat (Projektleiter PDS+)

Einblicke in reale Angriffsszenarien

In seinem Vortrag machte Björn Hering deutlich, dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen zunehmend ins Visier von Cyberkriminellen geraten. Anhand von Live-Hacking-Sequenzen demonstrierte er Schritt für Schritt, wie Angriffe vorbereitet, durchgeführt und schließlich ausgenutzt werden können. Dabei wurde sichtbar, wie schnell unzureichend gesicherte Systeme kompromittiert werden können – oft mit gravierenden Folgen für Betriebsabläufe und Daten.

Vortrag „Cybersicherheit in KMUs – Erfahrungsbericht eines Hackers“ von Björn Hering (netzsicher GmbH)

Neben typischen Angriffsmethoden wie Phishing, schwachen Passwörtern oder unsicheren Remote-Zugängen stellte der Referent häufige Sicherheitslücken in KMU vor und erläuterte, wie sich diese vermeiden lassen. Die praxisnahen Beispiele machten deutlich, dass Cybersicherheit nicht nur eine technische, sondern auch eine organisatorische Aufgabe ist.

Vortrag „Cybersicherheit in KMUs – Erfahrungsbericht eines Hackers“ von Björn Hering (netzsicher GmbH)

Konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf umsetzbaren Maßnahmen für den Unternehmensalltag. Die Teilnehmenden erhielten konkrete Empfehlungen, um Risiken besser einzuschätzen und die eigene IT-Sicherheitsstrategie zu stärken – von Sensibilisierung der Mitarbeitenden über regelmäßige Updates und Backups bis hin zu klaren Notfallplänen.

Vortrag „Cybersicherheit in KMUs – Erfahrungsbericht eines Hackers“ von Björn Hering (netzsicher GmbH)

Im anschließenden Austausch beantwortete Björn Hering Fragen der Teilnehmenden und gab zusätzliche Tipps zur Prävention und Reaktion im Ernstfall.

Fortsetzung der Reihe „Cybersicherheit im HSK“

Die Veranstaltung richtete sich insbesondere an Geschäftsführer*innen, IT-Verantwortliche sowie weitere Interessierte aus Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche im Hochsauerlandkreis. Die große Resonanz zeigte erneut, wie wichtig das Thema Cybersicherheit aktuell für die regionale Wirtschaft ist.

Vortrag „Cybersicherheit in KMUs – Erfahrungsbericht eines Hackers“ von Björn Hering (netzsicher GmbH)

Mit weiteren Terminen setzt die Wirtschaftsförderung Hochsauerlandkreis die Reihe „Cybersicherheit im HSK“ in den kommenden Wochen fort. Ziel ist es, Unternehmen praxisnah zu informieren, für Risiken zu sensibilisieren und konkrete Unterstützung bei der Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen zu bieten.

Der nächste Termin findet am 19. März am Campus der Stadtwerke Arnsberg statt. Hier liegt der Themenschwerpunkt auf „Regulatorische Anforderungen (CRA & NIS2) & Cyber-Notfallplan“. Jana Knuth der NIS2-Anlaufstelle sowie Prof. Dr.-Ing. Jan Pelzl der Hochschule Hamm-Lippstadt sind als Referenten dabei.

Die Termine der Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK 2026“ im Überblick:

10.02.2026 – Sensibilisierung & Cyberkriminalität
26.02.2026 – Cyberangriffe auf KMU – Bericht eines Hackers
19.03.2026 – Regulatorische Anforderungen (CRA & NIS2) & Cyber-Notfallplan
23.04.2026 – Bedrohungen & Gefährdungstrends
22.05.2026 – Cyberversicherung
25.06.2026 – KI-gestützte Cyberangriffe & Sicherheitslösungen
09.07.2026 – Moderne IT/OT-Sicherheitstechnologien

Die kostenfreien Veranstaltungen richten sich vorzugsweise an Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.


Hintergrund:
Die Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK“ richtet sich gezielt an Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche. Sie bietet praxisnahe Informationen und Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Cyber-Resilienz und fördert den Austausch zwischen Expertinnen und Experten sowie Teilnehmenden.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Open Source Day am 4. März 2026 in Meschede – Digitale Souveränität für Unternehmen und Verwaltung

Am 4. März 2026 laden die Wirtschaftsförderung Hochsauerlandkreis, der Transferverbund Südwestfalen und GONICUS zum Open Source Day an die Fachhochschule Südwestfalen in Meschede ein. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an produzierende kleine und mittelständische Unternehmen sowie an öffentliche Institutionen und Verwaltungen.

Die Agenda zum Open Source Day als PDF zum Download finden Sie hier.


Den Timetable der Panels zum Open Source Day als PDF zum Download finden Sie hier.


Open Source Software gewinnt zunehmend an Bedeutung – nicht nur aus technischer Sicht, sondern auch im Hinblick auf Kosten, Sicherheit und strategische Unabhängigkeit. Der Open Source Day zeigt praxisnah, wie Unternehmen und Organisationen von offenen Technologien profitieren können.

Warum Open Source?

Kostenersparnis
Offene Software verursacht keine klassischen Lizenzgebühren und kann so langfristig erhebliche Einsparungen ermöglichen.

Flexibilität und Anpassbarkeit
Der offene Quellcode erlaubt individuelle Anpassungen und Integration in bestehende Systeme – ganz nach den Bedürfnissen des Unternehmens.

Unabhängigkeit und Kontrolle
Unternehmen bleiben unabhängig von einzelnen Anbietern und behalten die Kontrolle über ihre IT-Infrastruktur. Gerade in Industrie und Verwaltung, wo Effizienz, Nachhaltigkeit und Zukunftssicherheit entscheidend sind, bietet Open Source eine tragfähige Alternative zu proprietären Systemen.


Was erwartet die Teilnehmenden?

  • Keynote: Digitale Souveränität durch Open Source (GONICUS)
  • Parallele Fachvorträge, u. a. zu:
    – Back-ups mit Open Source
    – Open Source Alternativen zur MS Office Umgebung
    – KI-Bilderkennung zur Qualitätskontrolle
    – Asset Management
    – Lokale KI und Alternativen zu ChatGPT bei sensiblen Daten
    – Open Source ERP
    – Retrofitting mit Open Source
    – Open Source in der Automobilindustrie
    – Tech Tree mit Investionssimulation
    – KIKO – Open Source Learning Plattform
    – Libre Office

Zusätzlich bietet eine Ausstellerfläche die Möglichkeit, Open-Source-Anbieter kennenzulernen und konkrete Praxisprojekte zu diskutieren.

Die Teilnahme am Open Source Day ist kostenlos, die Plätze sind begrenzt. Zum Anmeldeformular geht’s hier.


Hintergrund:
Der „Open Source Day“ richtet sich gezielt an Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche. Er bietet praxisnahe Informationen und Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Digitalen Souveränität durch Open Source Software und fördert den Austausch zwischen Expertinnen und Experten sowie Teilnehmenden.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Auftaktveranstaltung „Cybersicherheit im HSK“ gibt eindrucksvolle Einblicke in die Welt der Cyberbedrohungen

Mit einem starken Appell zur Sensibilisierung startete die neue Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK“ mit den Themen „Sensibilisierung & Cyberkriminalität“ im Kreishaus Meschede. Die Reihe verfolgt das Ziel, vorzugsweise Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche, aber auch Verwaltungen und interessierte Bürgerinnen und Bürger für aktuelle Entwicklungen und Gefahren im Bereich der Cybersicherheit zu sensibilisieren.

Eröffnung der Veranstaltung durch Geschäftsführer Oliver Dülme (WFG HSK)

Eröffnet wurde die Veranstaltung im großen Sitzungssaal des Kreishauses Meschede von Oliver Dülme, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis (WFG HSK). Im Anschluss stellte René Rudat, Projektleiter von Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS+, konkrete Unterstützungsangebote rund um die Digitalisierung von Produktionsprozessen vor – von Qualifizierungsworkshops, über Informationsveranstaltungen bis hin zur testweisen, kostenfreien Nutzung der WFG.IoT-Box sowie der WFG.DEFENDERBOX und leitete zu den Fachvorträgen über.

Kurzvorstellung der Angebote des Projekts PDS+ durch Projektleiter René Rudat (WFG HSK)

Den ersten der beiden Vorträge hielt Dr. Christian Reinhardt, Director of Human Risk Management bei SoSafe. Er sprach über „Die Psychologie des Angriffs“ und zeigte, wie Cyberangriffe gezielt auf menschliche Schwächen abzielen. Mit eindrucksvollen Beispielen unterstrich Dr. Reinhardt, wie Cyberkriminelle psychologische Schwachstellen ausnutzen, um Menschen zu täuschen – sei es durch emotional gesteuertes Phishing, Fake-Nachrichten, KI-gestützte Attacken oder gezielte Social-Engineering-Angriffe. Sein klarer Appell: Sicherheitsbewusstsein beginnt im Kopf – und lässt sich trainieren.

Vortrag „Die Psychologie des Angriffs“ durch Dr. Christian Reinhardt (SoSafe)

Im Anschluss beleuchtete Inna Claus, Kriminaloberkommissarin beim Landeskriminalamt NRW, in ihrem Vortrag „Cybercrime – eine unterschätzte Gefahr“ aktuelle Bedrohungsszenarien. Sie zeigte auf, wie vielfältig und professionell die Täter heute vorgehen – von Ransomware über Identitätsdiebstahl bis hin zu Wirtschaftsspionage – und welche Unterstützung das Landeskriminalamt für Unternehmen im Kampf gegen Cyberkriminalität bietet. Mit Beispielen aus der Praxis und Zahlen aus dem aktuellen Wirtschaftsschutzbericht unterstrich sie die Dringlichkeit von Prävention, Notfallplänen und enger Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden.

Vortrag „Cybercrime – eine unterschätzte Gefahr“ durch Inna Claus (LKA NRW)

Die nächste Veranstaltung der Reihe findet am 26. Februar 2026 online statt. Hier zeigt der erfahrene Penetration-Tester und ethische Hacker Bjoern Hering in seinem Vortrag „Cyberangriffe auf KMU – Bericht eines Hackers“, wie Cyberkriminelle in der Praxis vorgehen, welche typischen Schwachstellen sie ausnutzen und wie ein Angriff Schritt für Schritt ablaufen kann.

Oliver Dülme (Geschäftsführer der WFG) und René Rudat (Projektleiter PDS+) mit Inna Claus (Landeskriminalamt NRW) sowie Dr. Christian Reinhardt (SoSafe)

Die Termine der Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK 2026“ im Überblick:

10.02.2026 – Sensibilisierung & Cyberkriminalität
26.02.2026 – Cyberangriffe auf KMU – Bericht eines Hackers
19.03.2026 – Regulatorische Anforderungen (CRA & NIS2) & Cyber-Notfallplan
23.04.2026 – Bedrohungen & Gefährdungstrends
22.05.2026 – Cyberversicherung
25.06.2026 – KI-gestützte Cyberangriffe & Sicherheitslösungen
09.07.2026 – Moderne IT/OT-Sicherheitstechnologien

Die kostenfreien Veranstaltungen richten sich vorzugsweise an Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.


Hintergrund:
Die Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK“ richtet sich gezielt an Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche. Sie bietet praxisnahe Informationen und Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Cyber-Resilienz und fördert den Austausch zwischen Expertinnen und Experten sowie Teilnehmenden.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Siebenteilige Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK“: Wissen stärken – Unternehmen schützen

Mit der zunehmenden Digitalisierung in der Produktion stehen Unternehmen vor neuen Herausforderungen in der Informations- und Betriebstechnologie (IT/OT). Um die Resilienz gegen Cyberangriffe zu stärken und praxisnahe Lösungen zu vermitteln, startet im Februar 2026 die siebenteilige Reihe „Cybersicherheit im HSK“, die von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH im Rahmen des Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS (PDS+) veranstaltet wird.

In 15 Fach- und Impulsvorträgen aus Industrie und Wissenschaft erhalten die Teilnehmenden wertvolle Einblicke in aktuelle Bedrohungsszenarien und effektive Schutzmaßnahmen. Die Expertinnen und Experten vermitteln nicht nur fundierte fachliche und methodische Kompetenzen, sondern geben auch praxisnahe Tipps und fördern den Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden. Unterstützt wird das Wissen durch Demonstratoren, die digitale Technologien und deren Anwendungsmöglichkeiten in Unternehmen veranschaulichen.

„Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, die Teilnehmenden noch mehr zu unterstützen, um Maßnahmen und Strategien zur Steigerung der Cyber-Resilienz in ihren Unternehmen anzustoßen und umzusetzen.“


Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, die Teilnehmenden noch mehr zu unterstützen, um Maßnahmen und Strategien zur Steigerung der Cyber-Resilienz in ihren Unternehmen anzustoßen und umzusetzen“, sagt Oliver Dülme, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH. „Im produzierenden Gewerbe ist Cybersicherheit längst ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen geht es dabei nicht nur um den Schutz sensibler Daten, sondern um die Sicherung ihrer Innovationskraft und Produktionsfähigkeit. Wer frühzeitig in digitale Sicherheit investiert, schützt seine Wertschöpfung und stärkt seine Zukunftsfähigkeit,“ ergänzt René Rudat, Projektleiter PDS+.

Im produzierenden Gewerbe ist Cybersicherheit längst ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen geht es dabei nicht nur um den Schutz sensibler Daten, sondern um die Sicherung ihrer Innovationskraft und Produktionsfähigkeit. Wer frühzeitig in digitale Sicherheit investiert, schützt seine Wertschöpfung und stärkt seine Zukunftsfähigkeit.

Die Auftaktveranstaltung „Sensibilisierung & Cyberkriminalität“ findet am 10.02.2026 im Kreishaus Meschede statt. Inna Claus vom Landeskriminalamt NRW und Christian Reinhardt von SoSafe legen den Fokus zum Start der Reihe auf die Sensibilisierung von Mitarbeitenden sowie den Aufbau einer Sicherheitskultur in Unternehmen. Zudem werden sie auf das Notfallmanagement zum Schutz vor Cyberattacken eingehen.

Die Termine der Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK 2026“ im Überblick:

10.02.2026 – Sensibilisierung & Cyberkriminalität
26.02.2026 – Cyberangriffe auf KMU – Bericht eines Hackers
19.03.2026 – Regulatorische Anforderungen (CRA & NIS2) & Cyber-Notfallplan
23.04.2026 – Bedrohungen & Gefährdungstrends
22.05.2026 – Cyberversicherung
25.06.2026 – KI-gestützte Cyberangriffe & Sicherheitslösungen
09.07.2026 – Moderne IT/OT-Sicherheitstechnologien

Die kostenfreien Veranstaltungen richten sich vorzugsweise an Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.


Hintergrund:
Die Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK“ richtet sich gezielt an Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche. Sie bietet praxisnahe Informationen und Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Cyber-Resilienz und fördert den Austausch zwischen Expertinnen und Experten sowie Teilnehmenden.

Ansprechpartner:


René Rudat
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Assistenzsystem zur Qualitätsprüfung von Oberflächen erfolgreich bei Drinhaus Technik GmbH umgesetzt

Ein gemeinsames Digitalisierungsprojekt der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH (WFG HSK), des Transferverbunds Südwestfalen und des Lehrstuhls für Produktionssysteme (LPS) der Ruhr-Universität Bochum wurde erfolgreich in der Praxis umgesetzt: Bei der Drinhaus Technik GmbH in Bestwig wurde ein innovatives Assistenzsystem zur Qualitätsprüfung metallischer Oberflächen entwickelt und getestet.

Kick-off bei Drinhaus Technik GmbH mit Andreas Becker (Transferverbund Südwestfalen), Dietmar Drinhaus (Geschäftsführer), Jan Schäfer (LPS der Ruhr Universität Bochum) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Die Drinhaus Technik GmbH ist spezialisiert auf die Oberflächenbearbeitung kreisrunder metallischer Bauteile. Der letzte Prozessschritt – das Schleifen der Stirnflächen – erfolgt automatisiert durch einen Roboterarm. In der Vergangenheit führten jedoch schwer erkennbare Oberflächenfehler zu erheblichem Nacharbeitsaufwand und teilweise zur Auslieferung fehlerhafter Bauteile. Eine rein manuelle Qualitätskontrolle, durchgeführt durch erfahrene Mitarbeitende, konnte diese Problematik nur teilweise kompensieren. Insbesondere Reflexionen, diffuse Lichtverhältnisse und personalabhängige Expertise erschwerten eine zuverlässige Bewertung. Das Ziel des Projektes war es daher, ein digitales Assistenzsystem zu entwickeln, das die Fehlererkennung robust, reproduzierbar und deutlich einfacher gestaltet.

Das Projektteam verfolgte dazu einen zweistufigen Ansatz. Im ersten Schritt wurde die Bildaufnahme optimiert. Durch umfangreiche Versuchsreihen mit verschiedenen Beleuchtungsarten (u. a. Front-, Seiten- und Kuppelbeleuchtung) sowie Kameraeinstellungen (Blende, ISO, Belichtungszeit, Polarisationsfilter) wurde eine Konfiguration identifiziert, die Reflexionen auf den kreisrunden Metallbauteilen minimiert. Diese dient nun als Grundlage für eine reproduzierbare und prozesssichere Aufnahme der Prüfteile.

Erörterung der Ergebnisse am LPS nach Prototypentest mit Jasmin Graef (Transferverbund Südwestfalen), Marius Knott und Jan Schäfer (beide LPS der Ruhr Universität Bochum), Daniel Drinhaus (Geschäftsführer) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Im zweiten Schritt wurde eine Assistenzsoftware zur Fehlererkennung entwickelt. Auf Basis der aufgenommenen Bilder entstand eine Software, die mittels Filter- und Bildverarbeitungstechniken Oberflächenfehler deutlich sichtbar macht. Kreisrunde Schleifspuren und punktuelle Macken standen als Fehlerarten dafür im Fokus.

Eine standardisierte Bildverarbeitungspipeline sorgt für konsistente Ergebnisse und kann bei veränderten Lichtverhältnissen flexibel angepasst werden.

Die entwickelte Lösung ermöglicht es den Mitarbeitenden, Fehler schneller, eindeutiger und mit geringerem Aufwand zu erkennen. Das System lässt sich problemlos in den bestehenden Qualitätskontrollprozess integrieren und bietet darüber hinaus Potenzial für künftige Weiterentwicklungen – beispielsweise KI-gestützte automatische Klassifikationen.

Starke regionale Kooperation für digitale Innovation

Das Projekt steht beispielhaft für eine starke regionale Kooperation, in der Wirtschaft, Wissenschaft und Wirtschaftsförderung gemeinsam an praxistauglichen digitalen Lösungen arbeiten. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis (WFG HSK) übernahm dabei die Projektkoordination sowie die Vernetzung zwischen Unternehmen und Forschung. Der Transferverbund Südwestfalen initiierte das Projekt zuvor durch ein gemeinsames Technologie-Scouting mit der WFG HSK bei der Drinhaus Technik GmbH, während der Lehrstuhl für Produktionssysteme der Ruhr-Universität Bochum die fachliche Entwicklung der Bildverarbeitungstechniken und der Assistenzsoftware verantwortete. Die Drinhaus Technik GmbH schließlich stellte den realen Anwendungsfall mit konkreten Produktionsbedingungen und Bauteilen zur Verfügung und sorgte so dafür, dass die entwickelten Lösungen direkt in der betrieblichen Praxis erprobt und weiterentwickelt werden konnten.

Abschlussfoto am LPS der Ruhr Universität Bochum mit Jan Schäfer und Marius Knott (beide LPS der Ruhr Universität Bochum), Andreas Becker und Jasmin Graef (beide Transferverbund Südwestfalen), Daniel Drinhaus (Geschäftsführer) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Ein digitaler Baustein für höhere Qualität und Wettbewerbsfähigkeit

Mit dem abgeschlossenen Projekt verfügt die Drinhaus Technik GmbH nun über ein Werkzeug, das die Qualitätssicherung nachhaltig stärkt, Nacharbeitsaufwände reduziert und die Mitarbeitenden entlastet. Gleichzeitig zeigt es, wie digitale Assistenzsysteme auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen schnell einen messbaren Mehrwert schaffen können.

Mit dem abgeschlossenen Projekt verfügt die Drinhaus Technik GmbH nun über ein Werkzeug, das die Qualitätssicherung nachhaltig stärkt, Nacharbeitsaufwände reduziert und die Mitarbeitenden entlastet. Gleichzeitig zeigt es, wie digitale Assistenzsysteme auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen schnell einen messbaren Mehrwert schaffen können.


Hintergrund:
Die Umsetzung ist Teil des Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH und wird mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Das Projekt unterstützt Unternehmen dabei, digitale Technologien praxisnah kennenzulernen und im eigenen Betrieb zu implementieren.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Digitalisierung in der Praxis: IoT-Box der WFG HSK liefert wertvolle Erkenntnisse bei transfluid

Wie sich Maschinendaten in der Produktion einfach und praxisnah erfassen lassen, zeigt ein aktuelles Beispiel bei der transfluid Maschinenbau GmbH in Schmallenberg. Sechs Wochen lang war dort die IoT-Box der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH (WFG HSK) im Einsatz – mit spannenden Ergebnissen, die den Mehrwert digitaler Technologien für mittelständische Produktionsbetriebe deutlich machen.

Installation der IoT-Box mit Rainer Schmutte (RSConnect), Jan Schwerdtfeger (transfluid Maschinenbau GmbH) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Im Rahmen des EFRE-geförderten Projekts „Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS“ stellt die WFG HSK interessierten Unternehmen im Hochsauerlandkreis die IoT-Box kostenfrei zur Verfügung. Für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen können Betriebe damit ausprobieren, wie sich Produktionsdaten unkompliziert erfassen, analysieren und auswerten lassen. Ziel ist es, Hemmschwellen gegenüber digitalen Anwendungen abzubauen und konkrete Mehrwerte im laufenden Betrieb sichtbar zu machen.

Bei transfluid wurde die Box als Plug-and-Play-Lösung auf einem fahrbaren Tisch konzipiert. So konnten innerhalb kurzer Zeit sechs Maschinen ausgelesen werden. Besonders interessant waren die ermittelten Schwingungen in den Schaltschränken der Maschinen. Diese Daten liefern wertvolle Hinweise im Hinblick auf Predictive Maintenance, also die vorausschauende Wartung und Instandhaltung von Anlagen. „Die Ergebnisse zeigen deutlich, welches Potenzial in der kontinuierlichen Maschinendatenerfassung steckt“, betont Jan Schwerdtfeger, Elektrotechniker der transfluid Maschinenbau GmbH. Resultierend daraus beschäftigt sich das Unternehmen nun im Rahmen einer Technikerarbeit vertieft mit der Analyse und Bewertung der gewonnenen Schwingungsdaten.

Installationssetup mit IoT-Box und Dashboard als Plug & Play Lösung bei der transfluid Maschinenbau GmbH

Darüber hinaus wurden Energiedaten erfasst und die Verbrauchswerte einzelner Maschinen transparent dargestellt. Auf dieser Grundlage lassen sich künftig gezielt Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz ableiten – ein weiterer Baustein für nachhaltige und ressourcenschonende Produktionsprozesse.

Begleitet wurde der gesamte Einsatz – von der Installation über die Betreuung während der Einsatzzeit bis hin zur Deinstallation – durch den Dienstleister RSConnect, der die technische Umsetzung und Datenauswertung unterstützte. Durch diese enge Kooperation konnte sichergestellt werden, dass die gewonnenen Erkenntnisse fachlich fundiert aufbereitet und unmittelbar im Betrieb nutzbar gemacht werden.

Online-Datencheck mit Rainer Schmutte (RSConnect), Jan Schwerdtfeger (transfluid Maschinenbau GmbH) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

„Die IoT-Box bietet kleinen und mittleren Unternehmen einen niederschwelligen Zugang zu Themen wie Datenerfassung, Energie-Monitoring und Prozessanalyse“, erklärt René Rudat, Projektleiter des Programms Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS bei der WFG HSK. „Unser Ziel ist es, den Betrieben im Hochsauerlandkreis praxisnah zu zeigen, wie Digitalisierung konkret im Alltag funktioniert – und zwar ohne großen Aufwand oder hohe Investitionen.“

Interessierte Unternehmen können die IoT-Box bei der WFG HSK kostenlos für bis zu sechs Wochen anfragen und im eigenen Betrieb testen. Die Ergebnisse werden anschließend gemeinsam ausgewertet und in konkrete Digitalisierungs- oder Effizienzprojekte überführt.


Hintergrund:
Das Angebot ist Teil des Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH und wird mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der industriell geprägten Region Südwestfalen durch Digitalisierung, Innovation und nachhaltige Produktionsprozesse zu stärken.

Ansprechpartner:


René Rudat
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Regionale Unternehmen bauen eigene KI-Assistenten – Zweiteiliger Workshop „Bau eines CustomGPT“ der WFG HSK zeigt praxisnahe Einsatzmöglichkeiten für den Mittelstand

Wie lassen sich KI-gestützte Sprachmodelle sinnvoll im Unternehmensalltag nutzen? Dieser Frage widmete sich der zweiteilige Workshop „Bau eines CustomGPT“, der im Rahmen des EFRE-geförderten Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS+ von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH (WFG HSK) durchgeführt wurde. An zwei Terminen – am 05.11. und 19.11.2025 – erhielten die Teilnehmenden in den Räumlichkeiten der bepro solutions GmbH in Schmallenberg einen fundierten Einblick in Chancen, Grenzen und konkrete Einsatzmöglichkeiten von individuellen KI-Assistenten. Referent beider Termine war Raphael Becker, Gründer und Geschäftsführer der bepro solutions GmbH.

Die Teilnehmenden gemeinsam mit Referent Raphael Becker (bepro solutions GmbH) und René Rudat (WFG HSK)

Vom Grundlagenwissen zur konkreten Anwendung

Im ersten Workshop-Teil standen zunächst die Grundlagen Künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt: Von der historischen Entwicklung über zentrale Begriffe wie Machine Learning, Deep Learning und Natural Language Processing bis hin zu aktuellen Anwendungsfeldern in Produktion, Verwaltung, Vertrieb und Marketing. Anhand praxisnaher Beispiele wurde deutlich, welche Potenziale sich insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen bieten – etwa in der Qualitätssicherung, im Kundenservice oder bei der Prozessoptimierung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema menschzentrierte KI: Wie lassen sich Mitarbeitende mitnehmen? Welche Rolle spielen Transparenz, Fairness und Datenschutz? Und welche Anforderungen ergeben sich aus dem EU AI Act für den vertrauenswürdigen Einsatz von KI-Systemen im Unternehmenskontext?

Gemeinsames Brainstorming zu möglichen Anwendungsfällen in Unternehmen

Zum Abschluss von Teil I wurden die Grundlagen des Prompt Engineerings vermittelt: Wie werden Aufgaben so formuliert, dass ein Sprachmodell wie ChatGPT zuverlässig, verständlich und im gewünschten Stil antwortet? Die Teilnehmenden lernten dabei ein einfaches Framework kennen, das von der klaren Rollenzuweisung für den KI-Assistenten über Aufgabenbeschreibung und Zieldefinition bis hin zu Formatvorgaben und Sicherheitsregeln reicht.

Auf Basis dieser Impulse sollten die Teilnehmenden bis zum zweiten Termin einen eigenen Anwendungsfall im Unternehmen definieren, ein kleines „Lastenheft“ für ihren CustomGPT formulieren und erste Prototypen erstellen.

Praxis im Fokus – konkrete Anwendungsfälle aus Unternehmen im HSK

Im zweiten Teil des Workshops am 19.11.2025 standen die Anwendungsfälle aus den Unternehmen der Teilnehmenden im Mittelpunkt. Die erarbeiteten CustomGPTs wurden vorgestellt, gemeinsam diskutiert und hinsichtlich Nutzen, Machbarkeit und Weiterentwicklung bewertet – vom ERP-Assistenzsystem bis zum TISAX-Helfer.

Präsentation der erstellten CustomGPTs der Teilnehmenden aus Unternehmen im HSK inklusive Diskussions- und Feedbackrunde

Während sich ein Anwendungsfall aus einem Unternehmen auf einen CustomGPT als virtuellen Assistenten fokussierte, der Mitarbeitende bei Fragen zur ERP-Bedienung im Tagesgeschäft unterstützt, bezog sich ein weiterer Use Case auf den Angebotsvergleich von Ausschreibungen und Angebote bei Bauvorhaben. Mit einer strukturierten Gegenüberstellung der Vergleichsangebote wird die Projektleitung bei der Auswahl unterstützt. Darüber hinaus wurde für Kleinstbetriebe ohne eigene Einkaufsabteilung ein persönlicher, virtueller Helfer entwickelt. Zudem entstand ein digitaler Assistent für Baurecht, der Fachwissen zu Konstruktion, Gebäudeklassen, Brandschutz und Leistungsverzeichnissen bündelt. Ein TISAX-Assistent soll Unternehmen bei der Überarbeitung von Richtlinien und der Erstellung praxisnaher Checklisten unterstützen. Abgerundet wurde die Bandbreite durch einen Assistenten für den Versand-Alltag, der Standardfragen zum ERP-System beantwortet und vorhandene Dokumentation besser nutzbar macht.

KI-Assistenten als praxisnahe Einstiegspunkte

Die beiden Workshop-Termine haben eindrucksvoll gezeigt, dass es in kleinen und mittelständischen Unternehmen bereits konkrete und vielfältige Einsatzbereiche für Künstliche Intelligenz gibt. Mit der selbstständigen Identifikation von Anwendungsfällen sowie der anschließenden Erstellung von eigenen CustomGPTs wurde den Teilnehmenden ein praxisnaher Einstieg mit direktem Mehrwert geboten. Entscheidend ist dabei weniger die perfekte Technik, sondern die klare Definition von Use Cases, Rollen, Zielen und Rahmenbedingungen (Datenschutz, Verantwortlichkeiten, Compliance).

Viele Teilnehmende nahmen aus dem Workshop konkrete nächste Schritte mit: vom weiteren Testen der erstellten Prototypen über die interne Sensibilisierung der Belegschaft bis hin zur Prüfung von weiterführenden Projekten.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden aus den Unternehmen im Hochsauerlandkreis für ihre Offenheit und Kreativität und an den Dozent Raphael Becker der bepro solutions GmbH für die tolle Kooperation.

Hintergrund:
Der Workshop ist Teil des Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH und wird in Kooperation der bepro solutions GmbH umgesetzt. Das Projekt wird mit Mitteln vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union gefördert.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


Regionale Unternehmen bauen eigene KI-Assistenten – Zweiteiliger Workshop „Bau eines CustomGPT“ der WFG HSK zeigt praxisnahe Einsatzmöglichkeiten für den Mittelstand Weiterlesen »

Erfolgreicher Abschluss der Reihe „Digital Scouts HSK 2025“: Vierter Workshop „Künstliche Intelligenz“ bei der TITAL GmbH

Am 21. Oktober 2025 ging die Workshop-Reihe Digital Scouts HSK 2025, die im Rahmen des EFRE geförderten Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS (PDS+) der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH durchgeführt wird, mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) in der TITAL GmbH in Bestwig erfolgreich zu Ende. Den Auftakt bildete ein kurzer Impuls zum INQA-Coaching von Raphael Becker (bepro solutions GmbH), ehe Enes Alp (Lehrstuhl für Produktionssysteme, Ruhr-Universität Bochum) die Teilnehmenden durch einen praxisorientierten Vortrag und zwei Workshop-Blöcke führte. Den Abschluss bildeten eine Unternehmenspräsentation der TITAL GmbH sowie eine anschließende Werksführung.

Gruppenfoto mit allen Teilnehmenden sowie dem Referenten Enes Alps (Ruhr Universität Bochum) und den Organisatoren der Reihe Annika Pilgrim (FH Südwestfalen) und René Rudat (Projektleiter PDS+) bei der TITAL GmbH

Der Workshop startete mit einer Kennenlernrunde und einer Einführung, gefolgt von einem Vortrag zu den Grundlagen der KI. Danach arbeiteten die Teilnehmenden in zwei Workshop-Phasen zu praktischen Fragestellungen, bevor der Tag mit einer Abschluss- und Feedbackrunde endete. Die Agenda gliederte sich klar in Input- und Praxisphasen, inklusive kurzer Pausen zur Vernetzung.

Impulsvortrag zum INQA-Coaching durch Raphael Becker (bepro solutions GmbH & verifizierter INQA-Coach für den HSK)

Der Workshop kombinierte Grundlagen-Wissen mit konkreten Umsetzungsbausteinen für die Produktion und mittelständische Unternehmen:

• Definitionen & Zielsetzung: Es wurden verschiedene Beschreibungen von KI vorgestellt (z. B. Definitionen aus Politik und Fachverbänden) sowie die Zielsetzungen für die Veranstaltung — Einblicke in Grundlagen, Bildverarbeitung und eine Vorgehensweise zur Implementierung von KI-Anwendungen.

• Machine Learning & Deep Learning: Aufbau und Unterschiede zwischen klassischen Algorithmen, Machine Learning und Deep Learning wurden erklärt. Anhand anschaulicher Beispiele (u. a. ein Bildklassifizierungs-Szenario) wurde gezeigt, wie Modelle lernen und welche Arten des Lernens (supervised, unsupervised, reinforcement) es gibt.

• Künstliche Neuronale Netze – anschauliche Übungen: Ein kleines interaktives „Neuronales-Netz-Spiel“ half, das Prinzip von Gewichten, Aktivierung und Entschei­dungsfindung praktisch zu verstehen — ideal, um die oft abstrakte Theorie zu verankern.

• Bilderkennung / Object Detection: Konkrete Anwendungsfelder für die Produktion wurden diskutiert — z. B. Teileprüfung in der Automobilfertigung, Fehlererkennung auf Leiterplatten oder Bin-Picking. Vorteile und typische Einsatzszenarien sowie die Unterschiede zwischen Image-Classification- und Object-Detection-Ansätzen wurden praxisnah erläutert.

• Generative KI & Abgrenzungen: Der Vortrag behandelte außerdem generative vs. diskriminative Modelle, sowie kurz die Relevanz generativer Verfahren im Produktionskontext und deren Limitationen.

Durchführung des Workshops zum Thema „Künstliche Intelligenz“ durch Enes Alp (Lehrstuhl für Produktionssysteme, Ruhr-Universität Bochum)

Als methodischen Rahmen nutzte der Workshop das bewährte CRISP-DM-Modell (Business Understanding → Data Understanding → Data Preparation → Modeling → Evaluation → Deployment). An einem Fallbeispiel (Öschli GmbH / Produkt „UniLokk“) wurde demonstriert, wie ein typisches Produktionsproblem (lange Qualitätskontrollen, fehlende Speicherung von Qualitätsdaten, Variantenvielfalt) in ein KI-Projekt überführt wird — inklusive Zieldefinition, Datenaufnahme, Auswahl geeigneter Modelle und Bewertungskriterien.

Wichtige, praktisch relevante Punkte hierbei waren:

• Datenqualität hat Priorität: Der größte Zeitanteil in KI-Projekten entfällt auf Daten-bereinigung und -aufbereitung. Ohne saubere, strukturierte Daten sind selbst gute Modelle nutzlos.

• Modellauswahl nach Einsatzszenario: Für ressourcenbegrenzte Systeme wurden leichtgewichtige Modelle (z. B. EfficientNet, MobileNet) vorgestellt; für Object Detection typische Architekturen wie YOLO wurden ebenfalls diskutiert.

Die Teilnehmenden arbeiteten in Gruppen an Fragestellungen zur Data Understanding und Data Preparation, führten Mini-Übungen zur Modellbewertung durch und diskutierten Metriken für Klassifizierungsaufgaben — ein didaktischer Aufbau, der Theorie und sofortige Anwendung verband.

Demonstrator zur visuellen Qualtitätskontrolle

Der Vortrag zeigte mehrere konkrete Einsatzfelder für KMU in der Produktion: Predictive Maintenance, Qualitätsmanagement, Produktionsplanung, Intralogistik und assistierende Systeme (z. B. sprachgesteuerte Bedienung kollaborativer Roboter). Gleichzeitig wurde betont, dass KI-Projekte keinen Selbstzweck darstellen dürfen — immer steht die betriebswirtschaftliche Fragestellung im Vordergrund. Die ökonomische Relevanz wurde mit Schätzungen zum Nettopotenzial von KI für die deutsche Wirtschaft ergänzt (Hinweis: hohe Relevanz, geringe aktuelle KMU-Nutzung).

Ein Schwerpunkt lag auf dem letzten, oft unterschätzten Schritt: Deployment und Change Management. Für nachhaltigen Erfolg müssen KI-Lösungen in den Arbeitsalltag eingebettet, überwacht und regelmäßig nachtrainiert werden; parallel dazu ist ein strukturelles Change-Management (z. B. über INQA-Coaching) unerlässlich, um Mitarbeitende abzuholen und Prozesse anzupassen.

Nach einer Unternehmenspräsentation rundete eine Werksführung durch die TITAL GmbH den Tag ab und bot unter strikter Einhaltung der vor Ort geltenden Sicherheitsbestimmungen spannende Einblicke in die hochpräzise sowie komplexe Fertigung des Herstellers von anspruchsvollen Feingussprodukten aus Titan- und Aluminiumlegierungen.

Unternehmenspräsentation durch Daniela Trispel (TITAL GmbH, Teilnehmerin an der Workshop Reihe)

Damit endet die diesjährige, vierteilige Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK 2025“. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Teilnehmenden für das rege Interesse und die tolle Mitarbeit bei allen Workshops, insbesondere bei allen Referentinnen und Referenten unseres starken Kooperationspartners Mittelstand-Digital Zentrum Ländliche Regionen sowie bei allen gastgebenden Unternehmen. Die praktischen Einblicke in die spannenden Unternehmensprozesse ergänzten die vermittelten Inhalte hervorragend.

Abschlussfoto nach der Zertifikatübergabe mit allen Teilnehmenden sowie den Organisatoren Annika Pilgrim (FH Südwestfalen) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Die Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“ bietet Unternehmen aus der Region die Möglichkeit, sich gezielt mit der digitalen Transformation auseinanderzusetzen und wertvolle Impulse für ihre eigenen Digitalisierungsstrategien zu gewinnen.


Die Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“ unterstützt Unternehmen im Hochsauerlandkreis dabei, die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung zu verstehen und umzusetzen. In praxisnahen Workshops bekommen Führungskräfte und Mitarbeitende Impulse zu digitalen Themen, um als sogenannte „Digital Scouts“ Veränderungen im eigenen Betrieb anzustoßen.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
digitalscouts@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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