Erfolgreicher Abschluss der Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK“: Moderne IT-/OT-Sicherheitstechnologien im Fokus
Mit der siebten und letzten Veranstaltung der Reihe „Cybersicherheit im HSK“ fand am 09. Juli 2026 im Kreishaus Meschede ein gelungener Abschluss der praxisorientierten Veranstaltungsserie statt. Unter dem Titel „Moderne IT-/OT-Sicherheitstechnologien“ erhielten die Teilnehmenden aus Unternehmen im Hochsauerlandkreis einen umfassenden Einblick in aktuelle Sicherheitslösungen und Strategien, um Unternehmen gegen die zunehmenden Bedrohungen aus dem Cyberraum widerstandsfähiger aufzustellen.

Nach einem kurzen Grußwort des Landrats Thomas Grosche eröffnete René Rudat, Ansprechpartner für Digitalisierung und Transformation der WFG HSK & Projektleiter des EFRE-geförderten Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS+ bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH, die Veranstaltung offiziell und blickte auf die zuvor stattgefundenen Termine zurück.

Den ersten Vortrag des Vormittags hielt Prof. Dr. René Ramacher von der Fachhochschule Südwestfalen am Standort Meschede. Darin verdeutlichte er die steigenden Anforderungen an moderne Sicherheitsarchitekturen. Darüber hinaus verschaffte er den Teilnehmenden einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen moderner IT- und OT-Sicherheitsarchitekturen, die sich durch zunehmende Vernetzung von Informationstechnologie und Produktionssystemen ergeben, und zeigte auf, wie sich Angriffserkennung heute automatisieren lässt und welche Werkzeuge dafür schon bereitstehen.

Im Anschluss gab Christian Hoffmeister, Chief Information Officer der GREEN IT – Das Systemhaus GmbH, einen praxisnahen Einblick in das Vorgehen nach einem erfolgreichen Cyberangriff. Anhand konkreter Beispiele erläuterte er typische Angriffsmuster und machte deutlich, wie entscheidend vorbereitete Notfallpläne, belastbare Backup-Konzepte sowie die enge Zusammenarbeit mit IT-Forensikern für eine schnelle und sichere Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit sind. Besonders eindrucksvoll war seine Botschaft, dass bereits eine einzige ungeschützte Schwachstelle ausreichen kann, um erhebliche Schäden zu verursachen. Zudem ging er auf die Deception-Technologie der Cybersense GmbH ein, mit der sich Angreifer gezielt in die Irre führen und frühzeitig erkennen lassen, anstatt nur reaktiv zu handeln

Im dritten Fachvortrag zeigte Stefan Heinrichsmeier, Senior Sales Manager der SMB Cybersecurity GmbH, dass klassische Sicherheitsmaßnahmen zwar unverzichtbar sind, Unternehmen jedoch zusätzlich Transparenz über ihre tatsächliche Angriffsfläche benötigen. Moderne Unternehmensnetzwerke verändern sich täglich – durch neue Geräte, Software-Updates, Cloud-Anwendungen oder die zunehmende Vernetzung von IT- und OT-Systemen. Kontinuierliche Sicherheitsanalysen ermöglichen es, ausnutzbare Schwachstellen frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu priorisieren, bevor sie von Angreifern genutzt werden können.

Den Schlusspunkt setzte Fabian Gieshoff von der TF-Industries GmbH. Sein Vortrag widmete sich modernen Backup- und Recovery-Konzepten als wesentlichem Bestandteil einer resilienten IT-Infrastruktur. Er machte deutlich, dass Datensicherungen nur dann ihren Zweck erfüllen, wenn sie im Ernstfall tatsächlich vor Manipulation geschützt und zuverlässig wiederherstellbar sind. Vorgestellt wurden innovative hardwarebasierte Schutzmechanismen, die durch eine physische Netztrennung – dem sog. VaultGate – kritische Daten und Backup-Systeme effektiv vor Ransomware-Angriffen schützen und gleichzeitig Unternehmen bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen unterstützen – vom klassischen Backup zum digitalen Tresor.

Die Abschlussveranstaltung unterstrich eindrucksvoll, dass Cybersicherheit heute als ganzheitliche Managementaufgabe verstanden werden muss. Neben technischen Schutzmaßnahmen gewinnen kontinuierliche Risikoanalysen, transparente Sicherheitsbewertungen, belastbare Notfallprozesse sowie die enge Verzahnung von IT- und OT-Sicherheit zunehmend an Bedeutung.

Mit der siebten Veranstaltung endet eine erfolgreiche Reihe, die Unternehmen im Hochsauerlandkreis seit Februar 2026 umfassend über aktuelle Entwicklungen der Cybersicherheit informiert hat. Die Themen reichten von Cyberkriminalität und Sensibilisierung über regulatorische Anforderungen wie NIS2 und den Cyber Resilience Act, aktuelle Bedrohungslagen, Cyberversicherungen und KI-gestützte Angriffe bis hin zu modernen IT-/OT-Sicherheitstechnologien. Ziel war es, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre digitale Widerstandsfähigkeit nachhaltig auszubauen und sich auf die wachsenden Herausforderungen der digitalen Transformation vorzubereiten.
Mit der großen Abschlussveranstaltung schließt die Wirtschaftsförderung Hochsauerlandkreis die siebenteilige Reihe „Cybersicherheit im HSK“, die im Rahmen des EFRE geförderten Projekts „Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS+“ stattfindet, am 09. Juli ab. Ziel ist es, Unternehmen praxisnah zu informieren, für Risiken zu sensibilisieren und konkrete Unterstützung bei der Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen zu bieten.
Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH bedankt sich herzlich bei allen Referenten, Partnern und Teilnehmenden für den intensiven fachlichen Austausch sowie das große Interesse an der Veranstaltungsreihe. Die hohe Resonanz hat gezeigt, wie wichtig praxisnahe Informations- und Vernetzungsangebote im Bereich der Cybersicherheit für die Unternehmen der Region sind. Auch künftig wird die WFG HSK Unternehmen mit entsprechenden Formaten und Projekten auf ihrem Weg zu mehr digitaler Resilienz begleiten.
Die Termine der Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK 2026“ im Überblick:
10.02.2026 – Sensibilisierung & Cyberkriminalität
26.02.2026 – Cyberangriffe auf KMU – Bericht eines Hackers
19.03.2026 – Regulatorische Anforderungen (CRA & NIS2) & Cyber-Notfallplan
23.04.2026 – Bedrohungen & Gefährdungstrends
22.05.2026 – Cyberversicherung
25.06.2026 – KI-gestützte Cyberangriffe & Sicherheitslösungen
09.07.2026 – Moderne IT/OT-Sicherheitstechnologien
Die kostenfreien Veranstaltungen richten sich vorzugsweise an Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.













Hintergrund:
Die Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK“ richtet sich gezielt an Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche. Sie bietet praxisnahe Informationen und Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Cyber-Resilienz und fördert den Austausch zwischen Expertinnen und Experten sowie Teilnehmenden.
Ansprechpartner:

René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815












































