Isabelle

Siebenteilige Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK“: Wissen stärken – Unternehmen schützen

Mit der zunehmenden Digitalisierung in der Produktion stehen Unternehmen vor neuen Herausforderungen in der Informations- und Betriebstechnologie (IT/OT). Um die Resilienz gegen Cyberangriffe zu stärken und praxisnahe Lösungen zu vermitteln, startet im Februar 2026 die siebenteilige Reihe „Cybersicherheit im HSK“, die von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH im Rahmen des Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS (PDS+) veranstaltet wird.

In 15 Fach- und Impulsvorträgen aus Industrie und Wissenschaft erhalten die Teilnehmenden wertvolle Einblicke in aktuelle Bedrohungsszenarien und effektive Schutzmaßnahmen. Die Expertinnen und Experten vermitteln nicht nur fundierte fachliche und methodische Kompetenzen, sondern geben auch praxisnahe Tipps und fördern den Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden. Unterstützt wird das Wissen durch Demonstratoren, die digitale Technologien und deren Anwendungsmöglichkeiten in Unternehmen veranschaulichen.

„Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, die Teilnehmenden noch mehr zu unterstützen, um Maßnahmen und Strategien zur Steigerung der Cyber-Resilienz in ihren Unternehmen anzustoßen und umzusetzen.“


Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, die Teilnehmenden noch mehr zu unterstützen, um Maßnahmen und Strategien zur Steigerung der Cyber-Resilienz in ihren Unternehmen anzustoßen und umzusetzen“, sagt Oliver Dülme, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH. „Im produzierenden Gewerbe ist Cybersicherheit längst ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen geht es dabei nicht nur um den Schutz sensibler Daten, sondern um die Sicherung ihrer Innovationskraft und Produktionsfähigkeit. Wer frühzeitig in digitale Sicherheit investiert, schützt seine Wertschöpfung und stärkt seine Zukunftsfähigkeit,“ ergänzt René Rudat, Projektleiter PDS+.

Im produzierenden Gewerbe ist Cybersicherheit längst ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen geht es dabei nicht nur um den Schutz sensibler Daten, sondern um die Sicherung ihrer Innovationskraft und Produktionsfähigkeit. Wer frühzeitig in digitale Sicherheit investiert, schützt seine Wertschöpfung und stärkt seine Zukunftsfähigkeit.

Die Auftaktveranstaltung „Sensibilisierung & Cyberkriminalität“ findet am 10.02.2026 im Kreishaus Meschede statt. Inna Claus vom Landeskriminalamt NRW und Christian Reinhardt von SoSafe legen den Fokus zum Start der Reihe auf die Sensibilisierung von Mitarbeitenden sowie den Aufbau einer Sicherheitskultur in Unternehmen. Zudem werden sie auf das Notfallmanagement zum Schutz vor Cyberattacken eingehen.

Die Termine der Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK 2026“ im Überblick:

10.02.2026 – Sensibilisierung & Cyberkriminalität
26.02.2026 – Cyberangriffe auf KMU – Bericht eines Hackers
19.03.2026 – Regulatorische Anforderungen (CRA & NIS2) & Cyber-Notfallplan
23.04.2026 – Bedrohungen & Gefährdungstrends
22.05.2026 – Cyberversicherung
25.06.2026 – KI-gestützte Cyberangriffe & Sicherheitslösungen
09.07.2026 – Moderne IT/OT-Sicherheitstechnologien

Die kostenfreien Veranstaltungen richten sich vorzugsweise an Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.


Hintergrund:
Die Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK“ richtet sich gezielt an Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche. Sie bietet praxisnahe Informationen und Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Cyber-Resilienz und fördert den Austausch zwischen Expertinnen und Experten sowie Teilnehmenden.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Neue Zertifizierungsrunde startet

Mit Beginn des neuen Jahres können sich Arbeitgeber im Hochsauerlandkreis jederzeit und individuell als „familienfreundliches Unternehmen“ zertifizieren lassen. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft HSK (WFG HSK) begleitet engagierte Unternehmen auch weiterhin umfassend bei der Entwicklung und Umsetzung passender Maßnahmen.

Um Betriebe künftig noch besser zu unterstützen, setzt die WFG HSK in der neuen Zertifizierungsrunde auf deutlich mehr Flexibilität. „Bisher war die Teilnahme am Prozess zur Neu-Zertifizierung nur einmal im Jahr möglich. Dies führte gelegentlich dazu, dass Unternehmen aufgrund anderer Projekte oder Verpflichtungen nicht die nötige Zeit zur Teilnahme aufbringen konnten“, erklärt Oliver Dülme, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft HSK. „Ab Januar 2026 besteht für interessierte Arbeitgeber nun erstmals die Möglichkeit, einen ganz individuellen Zertifizierungsprozess in Anspruch zu nehmen. Dadurch können wir gezielter auf die Bedarfe eingehen.“

Zum Zertifizierungsprozess gehören neben einer Erfassung des Status quo mehrere Impuls-Workshops, ein Audit-Besuch sowie eine kontinuierliche Beratung durch die zuständigen Mitarbeiterinnen der WFG HSK. „Uns ist es wichtig, die Betriebe genau dort abzuholen, wo sie aktuell in Sachen Familienfreundlichkeit stehen, und gemeinsam zu erarbeiten, welche Maßnahmen sich für den jeweiligen Arbeitgeber eignen“, sagt Katja Cramer, Leiterin des Projekts. Im Hochsauerlandkreis haben bereits über 100 Unternehmen erfolgreich an dem Verfahren teilgenommen.

Für interessierte Betriebe bietet die Kreiswirtschaftsförderung am 21. Januar 2026 um 09:00 Uhr eine kostenfreie, virtuelle Informationsveranstaltung an. Anmeldungen sind ab sofort per E-Mail an isabelle.haite@hochsauerlandkreis.de möglich.

Bewerbungen für den Zertifizierungsprozess 2026 werden ebenfalls schon entgegengenommen. Interessierte Unternehmen können sich gerne bei Projektleiterin Katja Cramer (katja.cramer@hochsauerlandkreis.de, 0291-941337) oder Projektmanagerin Isabelle Haite (isabelle.haite@hochsauerlandkreis.de, 0291-941650) melden.

Seit dem Jahr 2012 vergeben die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH und das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland das Zertifikat „Familienfreundliches Unternehmen im Hochsauerlandkreis“. Inzwischen gehören dem Netzwerk 100 Unternehmen unterschiedlichter Branchen und Betriebsgrößen an.

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland wird gefördert vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ansprechpartnerinnen:


Katja Cramer
Projektleiterin Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland
katja.cramer@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1337


Isabelle Haite
Projektmanagerin „Familienfreundliches Unternehmen im Hochsauerlandkreis“
isabelle.haite@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1650


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FokusFreitag – Wirtschaftsförderung Kompakt

Am 16. Januar 2026 starten die kommunalen Wirtschaftsförderungen der Städte und Gemeinden im HSK gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH das neue Online-Format „FokusFreitag – Wirtschaftsförderung Kompakt“.

Jeden Freitag von 09:00 bis 10:00 Uhr erhalten Unternehmen aus der Region kurze, prägnante Impulse zu aktuellen und wirtschaftsrelevanten Themen sowie zu passenden Unterstützungsangeboten. Im Mittelpunkt stehen zentrale Handlungsfelder wie Digitalisierung, Energieeffizienz und Fachkräftesicherung. Zum Auftakt am 16.01. stellt sich die NRW.BANK mit ihrem Förderprogramm „NRW.BANK.Invest Zukunft“ vor. In den darauffolgenden Terminen im Januar und Anfang Februar werden zudem die Themen Cybersicherheit (23.01.), Regionalmarketing (30.01.) sowie das Vorgehen im Verteidigungsfall (06.02.) behandelt.

Die Anmeldung zu diesen und weiteren Terminen ist ab sofort möglich.

16.01.2026 – NRW.BANK.Invest Zukunft
23.01.2026WFG.DEFENDERBOX – Die Plug & Play Lösung zur Identifikation von IT- & OT-Sicherheitslücken
30.01.2026Südwestfalen Alles Echt! – Wie Unternehmen aus dem HSK konkret vom Regionalmarketing profitieren können 
06.02.2026Vorgehen im Verteidigungsfall – Pflichten für Unternehmen
27.02.2026Pflicht zur KI-Kompetenz: Das fordert der EU AI Act jetzt von Unternehmen
06.03.2026NRW.Energy4Climate: Rahmenbedingungen, Unterstützungsangebote und Förderprogramme für Energiewende und Klimaschutzmaßnahmen in Unternehmen
13.03.2026 – Förderoptionen für Ressourcenschonung und Circular Economy in produzierenden Unternehmen
20.03.2026 – Arbeitgeberattraktivität sichtbar machen

Weitere Termine folgen.

Seien Sie dabei und bleiben Sie informiert! 

Ansprechpartner:


Oliver Dülme
Geschäftsführer
oliver.dülme@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1505

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Assistenzsystem zur Qualitätsprüfung von Oberflächen erfolgreich bei Drinhaus Technik GmbH umgesetzt

Ein gemeinsames Digitalisierungsprojekt der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH (WFG HSK), des Transferverbunds Südwestfalen und des Lehrstuhls für Produktionssysteme (LPS) der Ruhr-Universität Bochum wurde erfolgreich in der Praxis umgesetzt: Bei der Drinhaus Technik GmbH in Bestwig wurde ein innovatives Assistenzsystem zur Qualitätsprüfung metallischer Oberflächen entwickelt und getestet.

Kick-off bei Drinhaus Technik GmbH mit Andreas Becker (Transferverbund Südwestfalen), Dietmar Drinhaus (Geschäftsführer), Jan Schäfer (LPS der Ruhr Universität Bochum) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Die Drinhaus Technik GmbH ist spezialisiert auf die Oberflächenbearbeitung kreisrunder metallischer Bauteile. Der letzte Prozessschritt – das Schleifen der Stirnflächen – erfolgt automatisiert durch einen Roboterarm. In der Vergangenheit führten jedoch schwer erkennbare Oberflächenfehler zu erheblichem Nacharbeitsaufwand und teilweise zur Auslieferung fehlerhafter Bauteile. Eine rein manuelle Qualitätskontrolle, durchgeführt durch erfahrene Mitarbeitende, konnte diese Problematik nur teilweise kompensieren. Insbesondere Reflexionen, diffuse Lichtverhältnisse und personalabhängige Expertise erschwerten eine zuverlässige Bewertung. Das Ziel des Projektes war es daher, ein digitales Assistenzsystem zu entwickeln, das die Fehlererkennung robust, reproduzierbar und deutlich einfacher gestaltet.

Das Projektteam verfolgte dazu einen zweistufigen Ansatz. Im ersten Schritt wurde die Bildaufnahme optimiert. Durch umfangreiche Versuchsreihen mit verschiedenen Beleuchtungsarten (u. a. Front-, Seiten- und Kuppelbeleuchtung) sowie Kameraeinstellungen (Blende, ISO, Belichtungszeit, Polarisationsfilter) wurde eine Konfiguration identifiziert, die Reflexionen auf den kreisrunden Metallbauteilen minimiert. Diese dient nun als Grundlage für eine reproduzierbare und prozesssichere Aufnahme der Prüfteile.

Erörterung der Ergebnisse am LPS nach Prototypentest mit Jasmin Graef (Transferverbund Südwestfalen), Marius Knott und Jan Schäfer (beide LPS der Ruhr Universität Bochum), Daniel Drinhaus (Geschäftsführer) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Im zweiten Schritt wurde eine Assistenzsoftware zur Fehlererkennung entwickelt. Auf Basis der aufgenommenen Bilder entstand eine Software, die mittels Filter- und Bildverarbeitungstechniken Oberflächenfehler deutlich sichtbar macht. Kreisrunde Schleifspuren und punktuelle Macken standen als Fehlerarten dafür im Fokus.

Eine standardisierte Bildverarbeitungspipeline sorgt für konsistente Ergebnisse und kann bei veränderten Lichtverhältnissen flexibel angepasst werden.

Die entwickelte Lösung ermöglicht es den Mitarbeitenden, Fehler schneller, eindeutiger und mit geringerem Aufwand zu erkennen. Das System lässt sich problemlos in den bestehenden Qualitätskontrollprozess integrieren und bietet darüber hinaus Potenzial für künftige Weiterentwicklungen – beispielsweise KI-gestützte automatische Klassifikationen.

Starke regionale Kooperation für digitale Innovation

Das Projekt steht beispielhaft für eine starke regionale Kooperation, in der Wirtschaft, Wissenschaft und Wirtschaftsförderung gemeinsam an praxistauglichen digitalen Lösungen arbeiten. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis (WFG HSK) übernahm dabei die Projektkoordination sowie die Vernetzung zwischen Unternehmen und Forschung. Der Transferverbund Südwestfalen initiierte das Projekt zuvor durch ein gemeinsames Technologie-Scouting mit der WFG HSK bei der Drinhaus Technik GmbH, während der Lehrstuhl für Produktionssysteme der Ruhr-Universität Bochum die fachliche Entwicklung der Bildverarbeitungstechniken und der Assistenzsoftware verantwortete. Die Drinhaus Technik GmbH schließlich stellte den realen Anwendungsfall mit konkreten Produktionsbedingungen und Bauteilen zur Verfügung und sorgte so dafür, dass die entwickelten Lösungen direkt in der betrieblichen Praxis erprobt und weiterentwickelt werden konnten.

Abschlussfoto am LPS der Ruhr Universität Bochum mit Jan Schäfer und Marius Knott (beide LPS der Ruhr Universität Bochum), Andreas Becker und Jasmin Graef (beide Transferverbund Südwestfalen), Daniel Drinhaus (Geschäftsführer) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Ein digitaler Baustein für höhere Qualität und Wettbewerbsfähigkeit

Mit dem abgeschlossenen Projekt verfügt die Drinhaus Technik GmbH nun über ein Werkzeug, das die Qualitätssicherung nachhaltig stärkt, Nacharbeitsaufwände reduziert und die Mitarbeitenden entlastet. Gleichzeitig zeigt es, wie digitale Assistenzsysteme auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen schnell einen messbaren Mehrwert schaffen können.

Mit dem abgeschlossenen Projekt verfügt die Drinhaus Technik GmbH nun über ein Werkzeug, das die Qualitätssicherung nachhaltig stärkt, Nacharbeitsaufwände reduziert und die Mitarbeitenden entlastet. Gleichzeitig zeigt es, wie digitale Assistenzsysteme auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen schnell einen messbaren Mehrwert schaffen können.


Hintergrund:
Die Umsetzung ist Teil des Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH und wird mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Das Projekt unterstützt Unternehmen dabei, digitale Technologien praxisnah kennenzulernen und im eigenen Betrieb zu implementieren.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Digitalisierung in der Praxis: IoT-Box der WFG HSK liefert wertvolle Erkenntnisse bei transfluid

Wie sich Maschinendaten in der Produktion einfach und praxisnah erfassen lassen, zeigt ein aktuelles Beispiel bei der transfluid Maschinenbau GmbH in Schmallenberg. Sechs Wochen lang war dort die IoT-Box der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH (WFG HSK) im Einsatz – mit spannenden Ergebnissen, die den Mehrwert digitaler Technologien für mittelständische Produktionsbetriebe deutlich machen.

Installation der IoT-Box mit Rainer Schmutte (RSConnect), Jan Schwerdtfeger (transfluid Maschinenbau GmbH) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Im Rahmen des EFRE-geförderten Projekts „Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS“ stellt die WFG HSK interessierten Unternehmen im Hochsauerlandkreis die IoT-Box kostenfrei zur Verfügung. Für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen können Betriebe damit ausprobieren, wie sich Produktionsdaten unkompliziert erfassen, analysieren und auswerten lassen. Ziel ist es, Hemmschwellen gegenüber digitalen Anwendungen abzubauen und konkrete Mehrwerte im laufenden Betrieb sichtbar zu machen.

Bei transfluid wurde die Box als Plug-and-Play-Lösung auf einem fahrbaren Tisch konzipiert. So konnten innerhalb kurzer Zeit sechs Maschinen ausgelesen werden. Besonders interessant waren die ermittelten Schwingungen in den Schaltschränken der Maschinen. Diese Daten liefern wertvolle Hinweise im Hinblick auf Predictive Maintenance, also die vorausschauende Wartung und Instandhaltung von Anlagen. „Die Ergebnisse zeigen deutlich, welches Potenzial in der kontinuierlichen Maschinendatenerfassung steckt“, betont Jan Schwerdtfeger, Elektrotechniker der transfluid Maschinenbau GmbH. Resultierend daraus beschäftigt sich das Unternehmen nun im Rahmen einer Technikerarbeit vertieft mit der Analyse und Bewertung der gewonnenen Schwingungsdaten.

Installationssetup mit IoT-Box und Dashboard als Plug & Play Lösung bei der transfluid Maschinenbau GmbH

Darüber hinaus wurden Energiedaten erfasst und die Verbrauchswerte einzelner Maschinen transparent dargestellt. Auf dieser Grundlage lassen sich künftig gezielt Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz ableiten – ein weiterer Baustein für nachhaltige und ressourcenschonende Produktionsprozesse.

Begleitet wurde der gesamte Einsatz – von der Installation über die Betreuung während der Einsatzzeit bis hin zur Deinstallation – durch den Dienstleister RSConnect, der die technische Umsetzung und Datenauswertung unterstützte. Durch diese enge Kooperation konnte sichergestellt werden, dass die gewonnenen Erkenntnisse fachlich fundiert aufbereitet und unmittelbar im Betrieb nutzbar gemacht werden.

Online-Datencheck mit Rainer Schmutte (RSConnect), Jan Schwerdtfeger (transfluid Maschinenbau GmbH) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

„Die IoT-Box bietet kleinen und mittleren Unternehmen einen niederschwelligen Zugang zu Themen wie Datenerfassung, Energie-Monitoring und Prozessanalyse“, erklärt René Rudat, Projektleiter des Programms Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS bei der WFG HSK. „Unser Ziel ist es, den Betrieben im Hochsauerlandkreis praxisnah zu zeigen, wie Digitalisierung konkret im Alltag funktioniert – und zwar ohne großen Aufwand oder hohe Investitionen.“

Interessierte Unternehmen können die IoT-Box bei der WFG HSK kostenlos für bis zu sechs Wochen anfragen und im eigenen Betrieb testen. Die Ergebnisse werden anschließend gemeinsam ausgewertet und in konkrete Digitalisierungs- oder Effizienzprojekte überführt.


Hintergrund:
Das Angebot ist Teil des Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH und wird mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der industriell geprägten Region Südwestfalen durch Digitalisierung, Innovation und nachhaltige Produktionsprozesse zu stärken.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Regionale Unternehmen bauen eigene KI-Assistenten – Zweiteiliger Workshop „Bau eines CustomGPT“ der WFG HSK zeigt praxisnahe Einsatzmöglichkeiten für den Mittelstand

Wie lassen sich KI-gestützte Sprachmodelle sinnvoll im Unternehmensalltag nutzen? Dieser Frage widmete sich der zweiteilige Workshop „Bau eines CustomGPT“, der im Rahmen des EFRE-geförderten Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS+ von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH (WFG HSK) durchgeführt wurde. An zwei Terminen – am 05.11. und 19.11.2025 – erhielten die Teilnehmenden in den Räumlichkeiten der bepro solutions GmbH in Schmallenberg einen fundierten Einblick in Chancen, Grenzen und konkrete Einsatzmöglichkeiten von individuellen KI-Assistenten. Referent beider Termine war Raphael Becker, Gründer und Geschäftsführer der bepro solutions GmbH.

Die Teilnehmenden gemeinsam mit Referent Raphael Becker (bepro solutions GmbH) und René Rudat (WFG HSK)

Vom Grundlagenwissen zur konkreten Anwendung

Im ersten Workshop-Teil standen zunächst die Grundlagen Künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt: Von der historischen Entwicklung über zentrale Begriffe wie Machine Learning, Deep Learning und Natural Language Processing bis hin zu aktuellen Anwendungsfeldern in Produktion, Verwaltung, Vertrieb und Marketing. Anhand praxisnaher Beispiele wurde deutlich, welche Potenziale sich insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen bieten – etwa in der Qualitätssicherung, im Kundenservice oder bei der Prozessoptimierung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema menschzentrierte KI: Wie lassen sich Mitarbeitende mitnehmen? Welche Rolle spielen Transparenz, Fairness und Datenschutz? Und welche Anforderungen ergeben sich aus dem EU AI Act für den vertrauenswürdigen Einsatz von KI-Systemen im Unternehmenskontext?

Gemeinsames Brainstorming zu möglichen Anwendungsfällen in Unternehmen

Zum Abschluss von Teil I wurden die Grundlagen des Prompt Engineerings vermittelt: Wie werden Aufgaben so formuliert, dass ein Sprachmodell wie ChatGPT zuverlässig, verständlich und im gewünschten Stil antwortet? Die Teilnehmenden lernten dabei ein einfaches Framework kennen, das von der klaren Rollenzuweisung für den KI-Assistenten über Aufgabenbeschreibung und Zieldefinition bis hin zu Formatvorgaben und Sicherheitsregeln reicht.

Auf Basis dieser Impulse sollten die Teilnehmenden bis zum zweiten Termin einen eigenen Anwendungsfall im Unternehmen definieren, ein kleines „Lastenheft“ für ihren CustomGPT formulieren und erste Prototypen erstellen.

Praxis im Fokus – konkrete Anwendungsfälle aus Unternehmen im HSK

Im zweiten Teil des Workshops am 19.11.2025 standen die Anwendungsfälle aus den Unternehmen der Teilnehmenden im Mittelpunkt. Die erarbeiteten CustomGPTs wurden vorgestellt, gemeinsam diskutiert und hinsichtlich Nutzen, Machbarkeit und Weiterentwicklung bewertet – vom ERP-Assistenzsystem bis zum TISAX-Helfer.

Präsentation der erstellten CustomGPTs der Teilnehmenden aus Unternehmen im HSK inklusive Diskussions- und Feedbackrunde

Während sich ein Anwendungsfall aus einem Unternehmen auf einen CustomGPT als virtuellen Assistenten fokussierte, der Mitarbeitende bei Fragen zur ERP-Bedienung im Tagesgeschäft unterstützt, bezog sich ein weiterer Use Case auf den Angebotsvergleich von Ausschreibungen und Angebote bei Bauvorhaben. Mit einer strukturierten Gegenüberstellung der Vergleichsangebote wird die Projektleitung bei der Auswahl unterstützt. Darüber hinaus wurde für Kleinstbetriebe ohne eigene Einkaufsabteilung ein persönlicher, virtueller Helfer entwickelt. Zudem entstand ein digitaler Assistent für Baurecht, der Fachwissen zu Konstruktion, Gebäudeklassen, Brandschutz und Leistungsverzeichnissen bündelt. Ein TISAX-Assistent soll Unternehmen bei der Überarbeitung von Richtlinien und der Erstellung praxisnaher Checklisten unterstützen. Abgerundet wurde die Bandbreite durch einen Assistenten für den Versand-Alltag, der Standardfragen zum ERP-System beantwortet und vorhandene Dokumentation besser nutzbar macht.

KI-Assistenten als praxisnahe Einstiegspunkte

Die beiden Workshop-Termine haben eindrucksvoll gezeigt, dass es in kleinen und mittelständischen Unternehmen bereits konkrete und vielfältige Einsatzbereiche für Künstliche Intelligenz gibt. Mit der selbstständigen Identifikation von Anwendungsfällen sowie der anschließenden Erstellung von eigenen CustomGPTs wurde den Teilnehmenden ein praxisnaher Einstieg mit direktem Mehrwert geboten. Entscheidend ist dabei weniger die perfekte Technik, sondern die klare Definition von Use Cases, Rollen, Zielen und Rahmenbedingungen (Datenschutz, Verantwortlichkeiten, Compliance).

Viele Teilnehmende nahmen aus dem Workshop konkrete nächste Schritte mit: vom weiteren Testen der erstellten Prototypen über die interne Sensibilisierung der Belegschaft bis hin zur Prüfung von weiterführenden Projekten.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden aus den Unternehmen im Hochsauerlandkreis für ihre Offenheit und Kreativität und an den Dozent Raphael Becker der bepro solutions GmbH für die tolle Kooperation.

Hintergrund:
Der Workshop ist Teil des Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH und wird in Kooperation der bepro solutions GmbH umgesetzt. Das Projekt wird mit Mitteln vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union gefördert.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Für Familienfreundlichkeit ausgezeichnet

Auch in diesem Jahr erhielten 24 Betriebe im HSK wieder eine Auszeichnung für ihre familienfreundliche Unternehmenskultur.  

Im Rahmen einer feierlichen Zertifikatsverleihung überreichte Landrat Thomas Grosche sechs Arbeitgebern aus der Region die Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen im Hochsauerlandkreis“. Weitere 18 Betriebe konnten erfolgreich re-zertifiziert werden.  

Landrat Thomas Grosche mit den neu- und re-zertifizierten „Familienfreundlichen Unternehmen im Hochsauerlandkreis“

Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Institutionen waren am Donnerstag der Einladung ins Bestwiger Rathaus gefolgt, um ihre Urkunden für die Neu- und Re-Zertifizierung entgegenzunehmen. Auch in der diesjährigen Zertifizierungsrunde begleitete die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH (WFG HSK) mit dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland die Arbeitgeber wieder bei der Etablierung familienfreundlicher Strukturen und unterstützte sie bei der Fachkräftesicherung. 

Landrat Thomas Grosche bedankte sich in seiner Ansprache für das Engagement der teilnehmenden Unternehmen und bezeichnete deren Einsatz für eine familienfreundliche Arbeitswelt als „klassische Win-Win-Situation“. Durch das Schaffen passender Rahmenbedingungen würden Arbeitgeber nicht nur an Attraktivität gewinnen, sondern ihren Mitarbeitenden auch ermöglichen, Beruf, Familie und Pflege besser unter einen Hut zu bekommen. Darüber hinaus trügen die Unternehmen damit positiv zur gesellschaftlichen Entwicklung bei.  

Auch Susanne Fingerhut vom ZONTA Club Arnsberg sprach den ausgezeichneten Betrieben ihre Gratulation aus. Durch die Veranstaltung führte Projektleiterin Katja Cramer, die die vielfältigen Ansätze für mehr Familienfreundlichkeit im Arbeitsalltag vorstellte. Für einen inspirierenden Impuls sorgte zudem Sven Schultze mit seiner Keynote „Magie der Kommunikation„.

„Wir freuen uns sehr, dass das Netzwerk der familienfreundlichen Unternehmen im HSK weiter wächst“, sagte Oliver Dülme, neuer Geschäftsführer der WFG HSK, nach der Veranstaltung. „Dass auch die bereits zertifizierten Betriebe das Thema konsequent weiterverfolgen, zeigt, dass Vereinbarkeit kein kurzfristiger Trend ist, sondern ein echtes Zukunftsthema für unsere Region.“

Mit dem Zertifikat „Familienfreundliches Unternehmen im Hochsauerlandkreis“, das die WFG bereits seit 2012 vergibt, wird die gelebte Unternehmenskultur nach innen und außen sichtbar. Durch passende Maßnahmen kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gezielt unterstützt und die Mitarbeitenden so in ihrem Arbeitsalltag entlastet werden. Dies steigert nicht nur die Zufriedenheit innerhalb des Unternehmens, sondern kann auch ein entscheidender Baustein für die Fachkräftegewinnung sein.

Landrat Thomas Grosche mit den neu-zertifizierten „Familienfreundlichen Unternehmen im Hochsauerlandkreis“

Diese Betriebe wurden 2025 erstmalig als „Familienfreundliches Unternehmen im Hochsauerlandkreis“ zertifiziert:

Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft GmbH, Schmallenberg; GEISE Elektrotechnik GmbH, Marsberg; Kinderbetreuung Meschede gUG, Meschede; LH Security Service GmbH, Bestwig; Ludger Hegener GmbH, Bestwig; Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH, Winterberg


Bewerbungen für den Zertifizierungsprozess 2026 sind schon jetzt möglich. Interessierte Unternehmen können sich gerne bei Projektleiterin Katja Cramer (katja.cramer@hochsauerlandkreis.de, 0291-941337) melden.

Impressionen von der Zertifikatsverleihung


Seit dem Jahr 2012 vergeben die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH und das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland das Zertifikat „Familienfreundliches Unternehmen im Hochsauerlandkreis“. Inzwischen gehören dem Netzwerk 100 Unternehmen unterschiedlichter Branchen und Betriebsgrößen an.

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland wird gefördert vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ansprechpartnerinnen:


Katja Cramer
Projektleiterin Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland
katja.cramer@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1337


Isabelle Haite
Projektmanagerin „Familienfreundliches Unternehmen im Hochsauerlandkreis“
isabelle.haite@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1650


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Erfolgreicher Abschluss der Reihe „Digital Scouts HSK 2025“: Vierter Workshop „Künstliche Intelligenz“ bei der TITAL GmbH

Am 21. Oktober 2025 ging die Workshop-Reihe Digital Scouts HSK 2025, die im Rahmen des EFRE geförderten Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS (PDS+) der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH durchgeführt wird, mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) in der TITAL GmbH in Bestwig erfolgreich zu Ende. Den Auftakt bildete ein kurzer Impuls zum INQA-Coaching von Raphael Becker (bepro solutions GmbH), ehe Enes Alp (Lehrstuhl für Produktionssysteme, Ruhr-Universität Bochum) die Teilnehmenden durch einen praxisorientierten Vortrag und zwei Workshop-Blöcke führte. Den Abschluss bildeten eine Unternehmenspräsentation der TITAL GmbH sowie eine anschließende Werksführung.

Gruppenfoto mit allen Teilnehmenden sowie dem Referenten Enes Alps (Ruhr Universität Bochum) und den Organisatoren der Reihe Annika Pilgrim (FH Südwestfalen) und René Rudat (Projektleiter PDS+) bei der TITAL GmbH

Der Workshop startete mit einer Kennenlernrunde und einer Einführung, gefolgt von einem Vortrag zu den Grundlagen der KI. Danach arbeiteten die Teilnehmenden in zwei Workshop-Phasen zu praktischen Fragestellungen, bevor der Tag mit einer Abschluss- und Feedbackrunde endete. Die Agenda gliederte sich klar in Input- und Praxisphasen, inklusive kurzer Pausen zur Vernetzung.

Impulsvortrag zum INQA-Coaching durch Raphael Becker (bepro solutions GmbH & verifizierter INQA-Coach für den HSK)

Der Workshop kombinierte Grundlagen-Wissen mit konkreten Umsetzungsbausteinen für die Produktion und mittelständische Unternehmen:

• Definitionen & Zielsetzung: Es wurden verschiedene Beschreibungen von KI vorgestellt (z. B. Definitionen aus Politik und Fachverbänden) sowie die Zielsetzungen für die Veranstaltung — Einblicke in Grundlagen, Bildverarbeitung und eine Vorgehensweise zur Implementierung von KI-Anwendungen.

• Machine Learning & Deep Learning: Aufbau und Unterschiede zwischen klassischen Algorithmen, Machine Learning und Deep Learning wurden erklärt. Anhand anschaulicher Beispiele (u. a. ein Bildklassifizierungs-Szenario) wurde gezeigt, wie Modelle lernen und welche Arten des Lernens (supervised, unsupervised, reinforcement) es gibt.

• Künstliche Neuronale Netze – anschauliche Übungen: Ein kleines interaktives „Neuronales-Netz-Spiel“ half, das Prinzip von Gewichten, Aktivierung und Entschei­dungsfindung praktisch zu verstehen — ideal, um die oft abstrakte Theorie zu verankern.

• Bilderkennung / Object Detection: Konkrete Anwendungsfelder für die Produktion wurden diskutiert — z. B. Teileprüfung in der Automobilfertigung, Fehlererkennung auf Leiterplatten oder Bin-Picking. Vorteile und typische Einsatzszenarien sowie die Unterschiede zwischen Image-Classification- und Object-Detection-Ansätzen wurden praxisnah erläutert.

• Generative KI & Abgrenzungen: Der Vortrag behandelte außerdem generative vs. diskriminative Modelle, sowie kurz die Relevanz generativer Verfahren im Produktionskontext und deren Limitationen.

Durchführung des Workshops zum Thema „Künstliche Intelligenz“ durch Enes Alp (Lehrstuhl für Produktionssysteme, Ruhr-Universität Bochum)

Als methodischen Rahmen nutzte der Workshop das bewährte CRISP-DM-Modell (Business Understanding → Data Understanding → Data Preparation → Modeling → Evaluation → Deployment). An einem Fallbeispiel (Öschli GmbH / Produkt „UniLokk“) wurde demonstriert, wie ein typisches Produktionsproblem (lange Qualitätskontrollen, fehlende Speicherung von Qualitätsdaten, Variantenvielfalt) in ein KI-Projekt überführt wird — inklusive Zieldefinition, Datenaufnahme, Auswahl geeigneter Modelle und Bewertungskriterien.

Wichtige, praktisch relevante Punkte hierbei waren:

• Datenqualität hat Priorität: Der größte Zeitanteil in KI-Projekten entfällt auf Daten-bereinigung und -aufbereitung. Ohne saubere, strukturierte Daten sind selbst gute Modelle nutzlos.

• Modellauswahl nach Einsatzszenario: Für ressourcenbegrenzte Systeme wurden leichtgewichtige Modelle (z. B. EfficientNet, MobileNet) vorgestellt; für Object Detection typische Architekturen wie YOLO wurden ebenfalls diskutiert.

Die Teilnehmenden arbeiteten in Gruppen an Fragestellungen zur Data Understanding und Data Preparation, führten Mini-Übungen zur Modellbewertung durch und diskutierten Metriken für Klassifizierungsaufgaben — ein didaktischer Aufbau, der Theorie und sofortige Anwendung verband.

Demonstrator zur visuellen Qualtitätskontrolle

Der Vortrag zeigte mehrere konkrete Einsatzfelder für KMU in der Produktion: Predictive Maintenance, Qualitätsmanagement, Produktionsplanung, Intralogistik und assistierende Systeme (z. B. sprachgesteuerte Bedienung kollaborativer Roboter). Gleichzeitig wurde betont, dass KI-Projekte keinen Selbstzweck darstellen dürfen — immer steht die betriebswirtschaftliche Fragestellung im Vordergrund. Die ökonomische Relevanz wurde mit Schätzungen zum Nettopotenzial von KI für die deutsche Wirtschaft ergänzt (Hinweis: hohe Relevanz, geringe aktuelle KMU-Nutzung).

Ein Schwerpunkt lag auf dem letzten, oft unterschätzten Schritt: Deployment und Change Management. Für nachhaltigen Erfolg müssen KI-Lösungen in den Arbeitsalltag eingebettet, überwacht und regelmäßig nachtrainiert werden; parallel dazu ist ein strukturelles Change-Management (z. B. über INQA-Coaching) unerlässlich, um Mitarbeitende abzuholen und Prozesse anzupassen.

Nach einer Unternehmenspräsentation rundete eine Werksführung durch die TITAL GmbH den Tag ab und bot unter strikter Einhaltung der vor Ort geltenden Sicherheitsbestimmungen spannende Einblicke in die hochpräzise sowie komplexe Fertigung des Herstellers von anspruchsvollen Feingussprodukten aus Titan- und Aluminiumlegierungen.

Unternehmenspräsentation durch Daniela Trispel (TITAL GmbH, Teilnehmerin an der Workshop Reihe)

Damit endet die diesjährige, vierteilige Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK 2025“. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Teilnehmenden für das rege Interesse und die tolle Mitarbeit bei allen Workshops, insbesondere bei allen Referentinnen und Referenten unseres starken Kooperationspartners Mittelstand-Digital Zentrum Ländliche Regionen sowie bei allen gastgebenden Unternehmen. Die praktischen Einblicke in die spannenden Unternehmensprozesse ergänzten die vermittelten Inhalte hervorragend.

Abschlussfoto nach der Zertifikatübergabe mit allen Teilnehmenden sowie den Organisatoren Annika Pilgrim (FH Südwestfalen) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Die Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“ bietet Unternehmen aus der Region die Möglichkeit, sich gezielt mit der digitalen Transformation auseinanderzusetzen und wertvolle Impulse für ihre eigenen Digitalisierungsstrategien zu gewinnen.


Die Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“ unterstützt Unternehmen im Hochsauerlandkreis dabei, die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung zu verstehen und umzusetzen. In praxisnahen Workshops bekommen Führungskräfte und Mitarbeitende Impulse zu digitalen Themen, um als sogenannte „Digital Scouts“ Veränderungen im eigenen Betrieb anzustoßen.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
digitalscouts@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


Erfolgreicher Abschluss der Reihe „Digital Scouts HSK 2025“: Vierter Workshop „Künstliche Intelligenz“ bei der TITAL GmbH Weiterlesen »

Dritter Workshop der Reihe „Digital Scouts HSK 2025“: Change Management mit LEGO® SERIOUS PLAY® im LEbertiGO Aktivmuseum Winterberg

Am 09. Oktober 2025 fand im LEbertiGO Aktivmuseum Winterberg der dritte Workshop der Reihe „Digital Scouts HSK 2025“, die im Rahmen des EFRE geförderten Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS (PDS+) der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH durchgeführt wird, statt. Der Themenschwerpunkt lag dieses Mal auf dem spannenden Thema „Change Management mit LEGO® SERIOUS PLAY®“. Als Referentinnen führten Melina Schröder (Mittelstand-Digital Zentrum Ländliche Regionen) und Karin Gottfried (WFG HSK) durch den Vormittag.

Die Referentinnen Karin Gottfried (WFG HSK) und Melina Schröder (EDIH) mit Mio Espig (Geschäftsführer LEbertiGO Aktivmuseum GmbH) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Gemeinsam mit Melina Schröder vom EDIH der Fachhochschule Südwestfalen tauchten die Teilnehmenden in die Grundlagen des Change Managements ein, reflektierten eigene Veränderungsprozesse und erfuhren, wie wichtig Emotionen, Kommunikation und eine klare Vision für erfolgreiche Veränderung sind. Insbesondere die sieben typischen Change Phasen veranschaulichten die emotionale Achterbahnfahrt.

Aber vor allem Emotionen spielen eine zentrale Rolle, da Veränderungen häufig mit Unsicherheiten und Widerständen einhergehen. Die sieben typischen Change Phasen zeigen diese emotionale Achterbahnfahrt sehr deutlich. Auf den anfänglichen Schock folgt meist zunächst die Ablehnung bis es zur rationalen Einsicht und der emotionalen Akzeptanz kommt. Im Anschluss beginnt die Lernphase, die zur Erkenntnis führt und final in der Integration mündet. Um also diese Herausforderungen zu meistern, ist eine frühzeitige Einbindung aller Beteiligten und eine offene Kommunikation essenziell. So können Widerstände frühzeitig identifiziert werden. Außerdem sollten die beiden Disziplinen Change Management und Projektmanagement verbunden werden, um technisch-planerische und menschliche Faktoren gleichermaßen zu berücksichtigen und so den Projekterfolg nachhaltig zu sichern.

Theoretischer Input zum Thema Change Management sowie zur Methode „LEGO® SERIOUS PLAY®“

Der theoretische Input wurde immer wieder durch mehrere kreative Bauphasen unter Anwendung der LEGO® SERIOUS PLAY® Methode zu bestimmten Fragestellungen unter der Leitung von Facilitatorin Karin Gottfried unterbrochen. So entstanden lebendige Modelle, die individuelle Sichtweisen, Herausforderungen und Visionen sichtbar machten – und verdeutlichten: Erfolgreicher Wandel braucht Beteiligung, Kommunikation und eine klare gemeinsame Vision.

Kreative Bauphase unter Anwendung der LEGO® SERIOUS PLAY® Methode

Zum Ausklang des Workshops gab es noch ein besonderes Highlight: Geschäftsführer und Mitgründer Mio Espig führte die Teilnehmenden persönlich durch das LEbertiGO Aktivmuseum und zeigte ihnen eindrucksvolle LEGO-Ausstellungsexponate und die große Vielfalt an LEGO-Sets.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden sowie an unseren Kooperationspartner vom Mittelstand-Digital Zentrum Ländliche Regionen und an das LEbertiGO Aktivmuseum für die inspirierende Location!

Führung durch das LEbertiGO Aktivmuseum durch Mio Espig (Geschäftsführer)

Der vierte und letzte Workshop der Reihe findet am 21. Oktober 2025 bei der TITAL GmbH statt. Hier wird Enes Alp der Ruhr-Universität Bochum nach einem kurzen Impulsvortrag von Raphael Becker der bepro solutions GmbH das Thema „Künstliche Intelligenz“ erläutern. Wir freuen uns auf einen tollen Abschluss der Reihe!

Die Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“ bietet Unternehmen aus der Region die Möglichkeit, sich gezielt mit der digitalen Transformation auseinanderzusetzen und wertvolle Impulse für ihre eigenen Digitalisierungsstrategien zu gewinnen.


Die Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“ unterstützt Unternehmen im Hochsauerlandkreis dabei, die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung zu verstehen und umzusetzen. In praxisnahen Workshops bekommen Führungskräfte und Mitarbeitende Impulse zu digitalen Themen, um als sogenannte „Digital Scouts“ Veränderungen im eigenen Betrieb anzustoßen.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
digitalscouts@hochsauerlandkreis.de
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Neue Pflegelotsen ausgebildet

Am 24. September haben sich 20 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Basis-Kurs zu betrieblichen Pflegelotsen qualifiziert. Sie können jetzt als erste Ansprechpersonen im Unternehmen ihre Kolleginnen und Kollegen beim Thema Pflege unterstützen, Orientierung geben und Wege zu Hilfsangeboten aufzeigen.

Mit der Etablierung eines Pflegelotsen fördern Unternehmen den internen Kompetenzaufbau zum Thema Pflege und schaffen eine wichtige Schnittstelle zwischen den Mitarbeitenden und der Geschäftsführung. Mit den richtigen Strukturen und Instrumenten innerhalb des Betriebs wird so eine pflegesensible Kultur gefördert und die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ermöglicht.

Der Basis-Kurs fand als halbtägiges Seminar statt und hat den Teilnehmenden die Grundlagen zum Thema Pflege vermittelt und Sie auf ihre Rolle als Pflegelotsen vorbereitet. Inhalte des Kurses waren u. a.:

– Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
– Rolle und Aufgaben eines betrieblichen Pflegelotsen
– Beratungsmöglichkeiten für Beschäftigte mit Pflegeaufgaben
– Rechtliche Grundlagen, Pflegeversicherung und Vorsorge

Während des Kurses wurde schnell klar: Pflege geht uns alle an! Nicht nur die betroffenen Familien selbst, sondern auch Arbeitgeber sind gefragt, damit Menschen mit Pflegeverantwortung Rückhalt erfahren und entlastet werden.

Daher freut es uns sehr, dass nun wieder viele neue Pflegelotsen bereitstehen, um diese wichtige Aufgabe in ihrem Unternehmen zu übernehmen. Ein starkes Signal für unsere Region!

Hier und in unserem Informationsflyer finden Sie weitere Informationen zum Kursangebot und dem Thema Pflege und Beruf.

Anknüpfen an den Basis-Kurs?

Fresh up-Kurs: Pflegewissen aktuell & aufgefrischt für bereits ausgebildete Pflegelotsen
05.03.2026 | 09:30 – 16:00 Uhr | ab 120,-€ (zzgl. 19% USt.; inkl. Verpflegung und Schulungsmaterial)
Anmeldung & weitere Informationen

Ansprechpartnerin:


Katja Cramer
Projektleiterin Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland
katja.cramer@hochsauerlandkreis.de
0291 94 13 37

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