Isabelle

Digitalisierung in der Praxis: IoT-Box der WFG HSK liefert wertvolle Erkenntnisse bei transfluid

Wie sich Maschinendaten in der Produktion einfach und praxisnah erfassen lassen, zeigt ein aktuelles Beispiel bei der transfluid Maschinenbau GmbH in Schmallenberg. Sechs Wochen lang war dort die IoT-Box der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH (WFG HSK) im Einsatz – mit spannenden Ergebnissen, die den Mehrwert digitaler Technologien für mittelständische Produktionsbetriebe deutlich machen.

Installation der IoT-Box mit Rainer Schmutte (RSConnect), Jan Schwerdtfeger (transfluid Maschinenbau GmbH) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Im Rahmen des EFRE-geförderten Projekts „Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS“ stellt die WFG HSK interessierten Unternehmen im Hochsauerlandkreis die IoT-Box kostenfrei zur Verfügung. Für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen können Betriebe damit ausprobieren, wie sich Produktionsdaten unkompliziert erfassen, analysieren und auswerten lassen. Ziel ist es, Hemmschwellen gegenüber digitalen Anwendungen abzubauen und konkrete Mehrwerte im laufenden Betrieb sichtbar zu machen.

Bei transfluid wurde die Box als Plug-and-Play-Lösung auf einem fahrbaren Tisch konzipiert. So konnten innerhalb kurzer Zeit sechs Maschinen ausgelesen werden. Besonders interessant waren die ermittelten Schwingungen in den Schaltschränken der Maschinen. Diese Daten liefern wertvolle Hinweise im Hinblick auf Predictive Maintenance, also die vorausschauende Wartung und Instandhaltung von Anlagen. „Die Ergebnisse zeigen deutlich, welches Potenzial in der kontinuierlichen Maschinendatenerfassung steckt“, betont Jan Schwerdtfeger, Elektrotechniker der transfluid Maschinenbau GmbH. Resultierend daraus beschäftigt sich das Unternehmen nun im Rahmen einer Technikerarbeit vertieft mit der Analyse und Bewertung der gewonnenen Schwingungsdaten.

Installationssetup mit IoT-Box und Dashboard als Plug & Play Lösung bei der transfluid Maschinenbau GmbH

Darüber hinaus wurden Energiedaten erfasst und die Verbrauchswerte einzelner Maschinen transparent dargestellt. Auf dieser Grundlage lassen sich künftig gezielt Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz ableiten – ein weiterer Baustein für nachhaltige und ressourcenschonende Produktionsprozesse.

Begleitet wurde der gesamte Einsatz – von der Installation über die Betreuung während der Einsatzzeit bis hin zur Deinstallation – durch den Dienstleister RSConnect, der die technische Umsetzung und Datenauswertung unterstützte. Durch diese enge Kooperation konnte sichergestellt werden, dass die gewonnenen Erkenntnisse fachlich fundiert aufbereitet und unmittelbar im Betrieb nutzbar gemacht werden.

Online-Datencheck mit Rainer Schmutte (RSConnect), Jan Schwerdtfeger (transfluid Maschinenbau GmbH) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

„Die IoT-Box bietet kleinen und mittleren Unternehmen einen niederschwelligen Zugang zu Themen wie Datenerfassung, Energie-Monitoring und Prozessanalyse“, erklärt René Rudat, Projektleiter des Programms Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS bei der WFG HSK. „Unser Ziel ist es, den Betrieben im Hochsauerlandkreis praxisnah zu zeigen, wie Digitalisierung konkret im Alltag funktioniert – und zwar ohne großen Aufwand oder hohe Investitionen.“

Interessierte Unternehmen können die IoT-Box bei der WFG HSK kostenlos für bis zu sechs Wochen anfragen und im eigenen Betrieb testen. Die Ergebnisse werden anschließend gemeinsam ausgewertet und in konkrete Digitalisierungs- oder Effizienzprojekte überführt.


Hintergrund:
Das Angebot ist Teil des Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH und wird mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der industriell geprägten Region Südwestfalen durch Digitalisierung, Innovation und nachhaltige Produktionsprozesse zu stärken.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Regionale Unternehmen bauen eigene KI-Assistenten – Zweiteiliger Workshop „Bau eines CustomGPT“ der WFG HSK zeigt praxisnahe Einsatzmöglichkeiten für den Mittelstand

Wie lassen sich KI-gestützte Sprachmodelle sinnvoll im Unternehmensalltag nutzen? Dieser Frage widmete sich der zweiteilige Workshop „Bau eines CustomGPT“, der im Rahmen des EFRE-geförderten Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS+ von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH (WFG HSK) durchgeführt wurde. An zwei Terminen – am 05.11. und 19.11.2025 – erhielten die Teilnehmenden in den Räumlichkeiten der bepro solutions GmbH in Schmallenberg einen fundierten Einblick in Chancen, Grenzen und konkrete Einsatzmöglichkeiten von individuellen KI-Assistenten. Referent beider Termine war Raphael Becker, Gründer und Geschäftsführer der bepro solutions GmbH.

Die Teilnehmenden gemeinsam mit Referent Raphael Becker (bepro solutions GmbH) und René Rudat (WFG HSK)

Vom Grundlagenwissen zur konkreten Anwendung

Im ersten Workshop-Teil standen zunächst die Grundlagen Künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt: Von der historischen Entwicklung über zentrale Begriffe wie Machine Learning, Deep Learning und Natural Language Processing bis hin zu aktuellen Anwendungsfeldern in Produktion, Verwaltung, Vertrieb und Marketing. Anhand praxisnaher Beispiele wurde deutlich, welche Potenziale sich insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen bieten – etwa in der Qualitätssicherung, im Kundenservice oder bei der Prozessoptimierung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema menschzentrierte KI: Wie lassen sich Mitarbeitende mitnehmen? Welche Rolle spielen Transparenz, Fairness und Datenschutz? Und welche Anforderungen ergeben sich aus dem EU AI Act für den vertrauenswürdigen Einsatz von KI-Systemen im Unternehmenskontext?

Gemeinsames Brainstorming zu möglichen Anwendungsfällen in Unternehmen

Zum Abschluss von Teil I wurden die Grundlagen des Prompt Engineerings vermittelt: Wie werden Aufgaben so formuliert, dass ein Sprachmodell wie ChatGPT zuverlässig, verständlich und im gewünschten Stil antwortet? Die Teilnehmenden lernten dabei ein einfaches Framework kennen, das von der klaren Rollenzuweisung für den KI-Assistenten über Aufgabenbeschreibung und Zieldefinition bis hin zu Formatvorgaben und Sicherheitsregeln reicht.

Auf Basis dieser Impulse sollten die Teilnehmenden bis zum zweiten Termin einen eigenen Anwendungsfall im Unternehmen definieren, ein kleines „Lastenheft“ für ihren CustomGPT formulieren und erste Prototypen erstellen.

Praxis im Fokus – konkrete Anwendungsfälle aus Unternehmen im HSK

Im zweiten Teil des Workshops am 19.11.2025 standen die Anwendungsfälle aus den Unternehmen der Teilnehmenden im Mittelpunkt. Die erarbeiteten CustomGPTs wurden vorgestellt, gemeinsam diskutiert und hinsichtlich Nutzen, Machbarkeit und Weiterentwicklung bewertet – vom ERP-Assistenzsystem bis zum TISAX-Helfer.

Präsentation der erstellten CustomGPTs der Teilnehmenden aus Unternehmen im HSK inklusive Diskussions- und Feedbackrunde

Während sich ein Anwendungsfall aus einem Unternehmen auf einen CustomGPT als virtuellen Assistenten fokussierte, der Mitarbeitende bei Fragen zur ERP-Bedienung im Tagesgeschäft unterstützt, bezog sich ein weiterer Use Case auf den Angebotsvergleich von Ausschreibungen und Angebote bei Bauvorhaben. Mit einer strukturierten Gegenüberstellung der Vergleichsangebote wird die Projektleitung bei der Auswahl unterstützt. Darüber hinaus wurde für Kleinstbetriebe ohne eigene Einkaufsabteilung ein persönlicher, virtueller Helfer entwickelt. Zudem entstand ein digitaler Assistent für Baurecht, der Fachwissen zu Konstruktion, Gebäudeklassen, Brandschutz und Leistungsverzeichnissen bündelt. Ein TISAX-Assistent soll Unternehmen bei der Überarbeitung von Richtlinien und der Erstellung praxisnaher Checklisten unterstützen. Abgerundet wurde die Bandbreite durch einen Assistenten für den Versand-Alltag, der Standardfragen zum ERP-System beantwortet und vorhandene Dokumentation besser nutzbar macht.

KI-Assistenten als praxisnahe Einstiegspunkte

Die beiden Workshop-Termine haben eindrucksvoll gezeigt, dass es in kleinen und mittelständischen Unternehmen bereits konkrete und vielfältige Einsatzbereiche für Künstliche Intelligenz gibt. Mit der selbstständigen Identifikation von Anwendungsfällen sowie der anschließenden Erstellung von eigenen CustomGPTs wurde den Teilnehmenden ein praxisnaher Einstieg mit direktem Mehrwert geboten. Entscheidend ist dabei weniger die perfekte Technik, sondern die klare Definition von Use Cases, Rollen, Zielen und Rahmenbedingungen (Datenschutz, Verantwortlichkeiten, Compliance).

Viele Teilnehmende nahmen aus dem Workshop konkrete nächste Schritte mit: vom weiteren Testen der erstellten Prototypen über die interne Sensibilisierung der Belegschaft bis hin zur Prüfung von weiterführenden Projekten.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden aus den Unternehmen im Hochsauerlandkreis für ihre Offenheit und Kreativität und an den Dozent Raphael Becker der bepro solutions GmbH für die tolle Kooperation.

Hintergrund:
Der Workshop ist Teil des Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH und wird in Kooperation der bepro solutions GmbH umgesetzt. Das Projekt wird mit Mitteln vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union gefördert.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Für ihre Familienfreundlichkeit ausgezeichnet

Auch in diesem Jahr erhielten 24 Betriebe im HSK wieder eine Auszeichnung für ihre familienfreundliche Unternehmenskultur.  

Im Rahmen einer feierlichen Zertifikatsverleihung überreichte Landrat Thomas Grosche sechs Arbeitgebern aus der Region die Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen im Hochsauerlandkreis“. Weitere 18 Betriebe konnten erfolgreich re-zertifiziert werden.  

Landrat Thomas Grosche mit den neu- und re-zertifizierten „Familienfreundlichen Unternehmen im Hochsauerlandkreis“

Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Institutionen waren am Donnerstag der Einladung ins Bestwiger Rathaus gefolgt, um ihre Urkunden für die Neu- und Re-Zertifizierung entgegenzunehmen. Auch in der diesjährigen Zertifizierungsrunde begleitete die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH (WFG HSK) mit dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland die Arbeitgeber wieder bei der Etablierung familienfreundlicher Strukturen und unterstützte sie bei der Fachkräftesicherung. 

Landrat Thomas Grosche bedankte sich in seiner Ansprache für das Engagement der teilnehmenden Unternehmen und bezeichnete deren Einsatz für eine familienfreundliche Arbeitswelt als „klassische Win-Win-Situation“. Durch das Schaffen passender Rahmenbedingungen würden Arbeitgeber nicht nur an Attraktivität gewinnen, sondern ihren Mitarbeitenden auch ermöglichen, Beruf, Familie und Pflege besser unter einen Hut zu bekommen. Darüber hinaus trügen die Unternehmen damit positiv zur gesellschaftlichen Entwicklung bei.  

Auch Susanne Fingerhut vom ZONTA Club Arnsberg sprach den ausgezeichneten Betrieben ihre Gratulation aus. Durch die Veranstaltung führte Projektleiterin Katja Cramer, die die vielfältigen Ansätze für mehr Familienfreundlichkeit im Arbeitsalltag vorstellte. Für einen inspirierenden Impuls sorgte zudem Sven Schultze mit seiner Keynote „Magie der Kommunikation„.

„Wir freuen uns sehr, dass das Netzwerk der familienfreundlichen Unternehmen im HSK weiter wächst“, sagte Oliver Dülme, neuer Geschäftsführer der WFG HSK, nach der Veranstaltung. „Dass auch die bereits zertifizierten Betriebe das Thema konsequent weiterverfolgen, zeigt, dass Vereinbarkeit kein kurzfristiger Trend ist, sondern ein echtes Zukunftsthema für unsere Region.“

Mit dem Zertifikat „Familienfreundliches Unternehmen im Hochsauerlandkreis“, das die WFG bereits seit 2012 vergibt, wird die gelebte Unternehmenskultur nach innen und außen sichtbar. Durch passende Maßnahmen kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gezielt unterstützt und die Mitarbeitenden so in ihrem Arbeitsalltag entlastet werden. Dies steigert nicht nur die Zufriedenheit innerhalb des Unternehmens, sondern kann auch ein entscheidender Baustein für die Fachkräftegewinnung sein.

Landrat Thomas Grosche mit den neu-zertifizierten „Familienfreundlichen Unternehmen im Hochsauerlandkreis“

Diese Betriebe wurden 2025 erstmalig als „Familienfreundliches Unternehmen im Hochsauerlandkreis“ zertifiziert:

Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft GmbH, Schmallenberg; GEISE Elektrotechnik GmbH, Marsberg; Kinderbetreuung Meschede gUG, Meschede; LH Security Service GmbH, Bestwig; Ludger Hegener GmbH, Bestwig; Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH, Winterberg


Bewerbungen für den Zertifizierungsprozess 2026 sind schon jetzt möglich. Interessierte Unternehmen können sich gerne bei Projektleiterin Katja Cramer (katja.cramer@hochsauerlandkreis.de, 0291-941337) melden.

Impressionen von der Zertifikatsverleihung


Seit dem Jahr 2012 vergeben die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH und das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland das Zertifikat „Familienfreundliches Unternehmen im Hochsauerlandkreis“. Inzwischen gehören dem Netzwerk 100 Unternehmen unterschiedlichter Branchen und Betriebsgrößen an.

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland wird gefördert vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ansprechpartnerinnen:


Katja Cramer
Projektleiterin Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland
katja.cramer@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1337


Isabelle Haite
Projektmanagerin „Familienfreundliches Unternehmen im Hochsauerlandkreis“
isabelle.haite@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1650


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Erfolgreicher Abschluss der Reihe „Digital Scouts HSK 2025“: Vierter Workshop „Künstliche Intelligenz“ bei der TITAL GmbH

Am 21. Oktober 2025 ging die Workshop-Reihe Digital Scouts HSK 2025, die im Rahmen des EFRE geförderten Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS (PDS+) der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH durchgeführt wird, mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) in der TITAL GmbH in Bestwig erfolgreich zu Ende. Den Auftakt bildete ein kurzer Impuls zum INQA-Coaching von Raphael Becker (bepro solutions GmbH), ehe Enes Alp (Lehrstuhl für Produktionssysteme, Ruhr-Universität Bochum) die Teilnehmenden durch einen praxisorientierten Vortrag und zwei Workshop-Blöcke führte. Den Abschluss bildeten eine Unternehmenspräsentation der TITAL GmbH sowie eine anschließende Werksführung.

Gruppenfoto mit allen Teilnehmenden sowie dem Referenten Enes Alps (Ruhr Universität Bochum) und den Organisatoren der Reihe Annika Pilgrim (FH Südwestfalen) und René Rudat (Projektleiter PDS+) bei der TITAL GmbH

Der Workshop startete mit einer Kennenlernrunde und einer Einführung, gefolgt von einem Vortrag zu den Grundlagen der KI. Danach arbeiteten die Teilnehmenden in zwei Workshop-Phasen zu praktischen Fragestellungen, bevor der Tag mit einer Abschluss- und Feedbackrunde endete. Die Agenda gliederte sich klar in Input- und Praxisphasen, inklusive kurzer Pausen zur Vernetzung.

Impulsvortrag zum INQA-Coaching durch Raphael Becker (bepro solutions GmbH & verifizierter INQA-Coach für den HSK)

Der Workshop kombinierte Grundlagen-Wissen mit konkreten Umsetzungsbausteinen für die Produktion und mittelständische Unternehmen:

• Definitionen & Zielsetzung: Es wurden verschiedene Beschreibungen von KI vorgestellt (z. B. Definitionen aus Politik und Fachverbänden) sowie die Zielsetzungen für die Veranstaltung — Einblicke in Grundlagen, Bildverarbeitung und eine Vorgehensweise zur Implementierung von KI-Anwendungen.

• Machine Learning & Deep Learning: Aufbau und Unterschiede zwischen klassischen Algorithmen, Machine Learning und Deep Learning wurden erklärt. Anhand anschaulicher Beispiele (u. a. ein Bildklassifizierungs-Szenario) wurde gezeigt, wie Modelle lernen und welche Arten des Lernens (supervised, unsupervised, reinforcement) es gibt.

• Künstliche Neuronale Netze – anschauliche Übungen: Ein kleines interaktives „Neuronales-Netz-Spiel“ half, das Prinzip von Gewichten, Aktivierung und Entschei­dungsfindung praktisch zu verstehen — ideal, um die oft abstrakte Theorie zu verankern.

• Bilderkennung / Object Detection: Konkrete Anwendungsfelder für die Produktion wurden diskutiert — z. B. Teileprüfung in der Automobilfertigung, Fehlererkennung auf Leiterplatten oder Bin-Picking. Vorteile und typische Einsatzszenarien sowie die Unterschiede zwischen Image-Classification- und Object-Detection-Ansätzen wurden praxisnah erläutert.

• Generative KI & Abgrenzungen: Der Vortrag behandelte außerdem generative vs. diskriminative Modelle, sowie kurz die Relevanz generativer Verfahren im Produktionskontext und deren Limitationen.

Durchführung des Workshops zum Thema „Künstliche Intelligenz“ durch Enes Alp (Lehrstuhl für Produktionssysteme, Ruhr-Universität Bochum)

Als methodischen Rahmen nutzte der Workshop das bewährte CRISP-DM-Modell (Business Understanding → Data Understanding → Data Preparation → Modeling → Evaluation → Deployment). An einem Fallbeispiel (Öschli GmbH / Produkt „UniLokk“) wurde demonstriert, wie ein typisches Produktionsproblem (lange Qualitätskontrollen, fehlende Speicherung von Qualitätsdaten, Variantenvielfalt) in ein KI-Projekt überführt wird — inklusive Zieldefinition, Datenaufnahme, Auswahl geeigneter Modelle und Bewertungskriterien.

Wichtige, praktisch relevante Punkte hierbei waren:

• Datenqualität hat Priorität: Der größte Zeitanteil in KI-Projekten entfällt auf Daten-bereinigung und -aufbereitung. Ohne saubere, strukturierte Daten sind selbst gute Modelle nutzlos.

• Modellauswahl nach Einsatzszenario: Für ressourcenbegrenzte Systeme wurden leichtgewichtige Modelle (z. B. EfficientNet, MobileNet) vorgestellt; für Object Detection typische Architekturen wie YOLO wurden ebenfalls diskutiert.

Die Teilnehmenden arbeiteten in Gruppen an Fragestellungen zur Data Understanding und Data Preparation, führten Mini-Übungen zur Modellbewertung durch und diskutierten Metriken für Klassifizierungsaufgaben — ein didaktischer Aufbau, der Theorie und sofortige Anwendung verband.

Demonstrator zur visuellen Qualtitätskontrolle

Der Vortrag zeigte mehrere konkrete Einsatzfelder für KMU in der Produktion: Predictive Maintenance, Qualitätsmanagement, Produktionsplanung, Intralogistik und assistierende Systeme (z. B. sprachgesteuerte Bedienung kollaborativer Roboter). Gleichzeitig wurde betont, dass KI-Projekte keinen Selbstzweck darstellen dürfen — immer steht die betriebswirtschaftliche Fragestellung im Vordergrund. Die ökonomische Relevanz wurde mit Schätzungen zum Nettopotenzial von KI für die deutsche Wirtschaft ergänzt (Hinweis: hohe Relevanz, geringe aktuelle KMU-Nutzung).

Ein Schwerpunkt lag auf dem letzten, oft unterschätzten Schritt: Deployment und Change Management. Für nachhaltigen Erfolg müssen KI-Lösungen in den Arbeitsalltag eingebettet, überwacht und regelmäßig nachtrainiert werden; parallel dazu ist ein strukturelles Change-Management (z. B. über INQA-Coaching) unerlässlich, um Mitarbeitende abzuholen und Prozesse anzupassen.

Nach einer Unternehmenspräsentation rundete eine Werksführung durch die TITAL GmbH den Tag ab und bot unter strikter Einhaltung der vor Ort geltenden Sicherheitsbestimmungen spannende Einblicke in die hochpräzise sowie komplexe Fertigung des Herstellers von anspruchsvollen Feingussprodukten aus Titan- und Aluminiumlegierungen.

Unternehmenspräsentation durch Daniela Trispel (TITAL GmbH, Teilnehmerin an der Workshop Reihe)

Damit endet die diesjährige, vierteilige Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK 2025“. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Teilnehmenden für das rege Interesse und die tolle Mitarbeit bei allen Workshops, insbesondere bei allen Referentinnen und Referenten unseres starken Kooperationspartners Mittelstand-Digital Zentrum Ländliche Regionen sowie bei allen gastgebenden Unternehmen. Die praktischen Einblicke in die spannenden Unternehmensprozesse ergänzten die vermittelten Inhalte hervorragend.

Abschlussfoto nach der Zertifikatübergabe mit allen Teilnehmenden sowie den Organisatoren Annika Pilgrim (FH Südwestfalen) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Die Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“ bietet Unternehmen aus der Region die Möglichkeit, sich gezielt mit der digitalen Transformation auseinanderzusetzen und wertvolle Impulse für ihre eigenen Digitalisierungsstrategien zu gewinnen.


Die Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“ unterstützt Unternehmen im Hochsauerlandkreis dabei, die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung zu verstehen und umzusetzen. In praxisnahen Workshops bekommen Führungskräfte und Mitarbeitende Impulse zu digitalen Themen, um als sogenannte „Digital Scouts“ Veränderungen im eigenen Betrieb anzustoßen.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
digitalscouts@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Dritter Workshop der Reihe „Digital Scouts HSK 2025“: Change Management mit LEGO® SERIOUS PLAY® im LEbertiGO Aktivmuseum Winterberg

Am 09. Oktober 2025 fand im LEbertiGO Aktivmuseum Winterberg der dritte Workshop der Reihe „Digital Scouts HSK 2025“, die im Rahmen des EFRE geförderten Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS (PDS+) der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH durchgeführt wird, statt. Der Themenschwerpunkt lag dieses Mal auf dem spannenden Thema „Change Management mit LEGO® SERIOUS PLAY®“. Als Referentinnen führten Melina Schröder (Mittelstand-Digital Zentrum Ländliche Regionen) und Karin Gottfried (WFG HSK) durch den Vormittag.

Die Referentinnen Karin Gottfried (WFG HSK) und Melina Schröder (EDIH) mit Mio Espig (Geschäftsführer LEbertiGO Aktivmuseum GmbH) und René Rudat (Projektleiter PDS+)

Gemeinsam mit Melina Schröder vom EDIH der Fachhochschule Südwestfalen tauchten die Teilnehmenden in die Grundlagen des Change Managements ein, reflektierten eigene Veränderungsprozesse und erfuhren, wie wichtig Emotionen, Kommunikation und eine klare Vision für erfolgreiche Veränderung sind. Insbesondere die sieben typischen Change Phasen veranschaulichten die emotionale Achterbahnfahrt.

Aber vor allem Emotionen spielen eine zentrale Rolle, da Veränderungen häufig mit Unsicherheiten und Widerständen einhergehen. Die sieben typischen Change Phasen zeigen diese emotionale Achterbahnfahrt sehr deutlich. Auf den anfänglichen Schock folgt meist zunächst die Ablehnung bis es zur rationalen Einsicht und der emotionalen Akzeptanz kommt. Im Anschluss beginnt die Lernphase, die zur Erkenntnis führt und final in der Integration mündet. Um also diese Herausforderungen zu meistern, ist eine frühzeitige Einbindung aller Beteiligten und eine offene Kommunikation essenziell. So können Widerstände frühzeitig identifiziert werden. Außerdem sollten die beiden Disziplinen Change Management und Projektmanagement verbunden werden, um technisch-planerische und menschliche Faktoren gleichermaßen zu berücksichtigen und so den Projekterfolg nachhaltig zu sichern.

Theoretischer Input zum Thema Change Management sowie zur Methode „LEGO® SERIOUS PLAY®“

Der theoretische Input wurde immer wieder durch mehrere kreative Bauphasen unter Anwendung der LEGO® SERIOUS PLAY® Methode zu bestimmten Fragestellungen unter der Leitung von Facilitatorin Karin Gottfried unterbrochen. So entstanden lebendige Modelle, die individuelle Sichtweisen, Herausforderungen und Visionen sichtbar machten – und verdeutlichten: Erfolgreicher Wandel braucht Beteiligung, Kommunikation und eine klare gemeinsame Vision.

Kreative Bauphase unter Anwendung der LEGO® SERIOUS PLAY® Methode

Zum Ausklang des Workshops gab es noch ein besonderes Highlight: Geschäftsführer und Mitgründer Mio Espig führte die Teilnehmenden persönlich durch das LEbertiGO Aktivmuseum und zeigte ihnen eindrucksvolle LEGO-Ausstellungsexponate und die große Vielfalt an LEGO-Sets.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden sowie an unseren Kooperationspartner vom Mittelstand-Digital Zentrum Ländliche Regionen und an das LEbertiGO Aktivmuseum für die inspirierende Location!

Führung durch das LEbertiGO Aktivmuseum durch Mio Espig (Geschäftsführer)

Der vierte und letzte Workshop der Reihe findet am 21. Oktober 2025 bei der TITAL GmbH statt. Hier wird Enes Alp der Ruhr-Universität Bochum nach einem kurzen Impulsvortrag von Raphael Becker der bepro solutions GmbH das Thema „Künstliche Intelligenz“ erläutern. Wir freuen uns auf einen tollen Abschluss der Reihe!

Die Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“ bietet Unternehmen aus der Region die Möglichkeit, sich gezielt mit der digitalen Transformation auseinanderzusetzen und wertvolle Impulse für ihre eigenen Digitalisierungsstrategien zu gewinnen.


Die Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“ unterstützt Unternehmen im Hochsauerlandkreis dabei, die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung zu verstehen und umzusetzen. In praxisnahen Workshops bekommen Führungskräfte und Mitarbeitende Impulse zu digitalen Themen, um als sogenannte „Digital Scouts“ Veränderungen im eigenen Betrieb anzustoßen.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
digitalscouts@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Neue Pflegelotsen ausgebildet

Am 24. September haben sich 20 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Basis-Kurs zu betrieblichen Pflegelotsen qualifiziert. Sie können jetzt als erste Ansprechpersonen im Unternehmen ihre Kolleginnen und Kollegen beim Thema Pflege unterstützen, Orientierung geben und Wege zu Hilfsangeboten aufzeigen.

Mit der Etablierung eines Pflegelotsen fördern Unternehmen den internen Kompetenzaufbau zum Thema Pflege und schaffen eine wichtige Schnittstelle zwischen den Mitarbeitenden und der Geschäftsführung. Mit den richtigen Strukturen und Instrumenten innerhalb des Betriebs wird so eine pflegesensible Kultur gefördert und die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ermöglicht.

Der Basis-Kurs fand als halbtägiges Seminar statt und hat den Teilnehmenden die Grundlagen zum Thema Pflege vermittelt und Sie auf ihre Rolle als Pflegelotsen vorbereitet. Inhalte des Kurses waren u. a.:

– Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
– Rolle und Aufgaben eines betrieblichen Pflegelotsen
– Beratungsmöglichkeiten für Beschäftigte mit Pflegeaufgaben
– Rechtliche Grundlagen, Pflegeversicherung und Vorsorge

Während des Kurses wurde schnell klar: Pflege geht uns alle an! Nicht nur die betroffenen Familien selbst, sondern auch Arbeitgeber sind gefragt, damit Menschen mit Pflegeverantwortung Rückhalt erfahren und entlastet werden.

Daher freut es uns sehr, dass nun wieder viele neue Pflegelotsen bereitstehen, um diese wichtige Aufgabe in ihrem Unternehmen zu übernehmen. Ein starkes Signal für unsere Region!

Hier und in unserem Informationsflyer finden Sie weitere Informationen zum Kursangebot und dem Thema Pflege und Beruf.

Anknüpfen an den Basis-Kurs?

Fresh up-Kurs: Pflegewissen aktuell & aufgefrischt für bereits ausgebildete Pflegelotsen
05.03.2026 | 09:30 – 16:00 Uhr | ab 120,-€ (zzgl. 19% USt.; inkl. Verpflegung und Schulungsmaterial)
Anmeldung & weitere Informationen

Ansprechpartnerin:


Katja Cramer
Projektleiterin Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland
katja.cramer@hochsauerlandkreis.de
0291 94 13 37

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Zukunft bauen – KI beginnt beim Menschen mit LEGO® SERIOUS PLAY® im LEbertiGO Aktivmuseum in Winterberg

Am 16.09.2025 fand im LEbertiGO Aktivmuseum in Winterberg der Workshop „Zukunft bauen – KI beginnt beim Menschen“ statt, der im Rahmen des EFRE geförderten Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS (PDS+) durchgeführt wurde. Nach einer kurzen Vorstellung des Projekts PDS+ durch René Rudat wurde direkt mit der Durchführung des Workshops gestartet. Unter der Leitung von Juliane Tholen vom Mittelstand-Digital Zentrum Lingen.Münster.Osnabrück haben die Teilnehmenden die Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz (KI) mit der LEGO® SERIOUS PLAY®-Methode aus einer ganz neuen Perspektive betrachtet.

Teilnehmende aus Unternehmen aus dem Hochsauerlandkreis bei der Bauphase

Mit LEGO-Steinen bauten die Teilnehmenden Modelle, die ihre Gedanken, Ideen und Haltungen zum Thema KI greifbar machten.
In mehreren Bauphasen ging es unter anderem um folgende Fragen:

– Wie erleben wir aktuell die Veränderungen durch KI?
– Welche Fähigkeiten und Haltungen braucht unser Team, um mit KI erfolgreich zu arbeiten?
– Was muss sich in Unternehmen verändern, damit Akzeptanz entsteht?

Theoretischer Input durch Juliane Tholen vom Mittelstand-Digital Zentrum Lingen.Münster.Osnabrück

Durch den spielerisch-kreativen Ansatz wurde schnell deutlich: KI ist nicht nur eine technologische Herausforderung, sondern vor allem eine menschliche. Kompetenzen wie Kreativität, Resilienz, Teamarbeit, Flexibilität und lebenslanges Lernen sind entscheidend, um die Chancen von KI nutzen und den Wandel erfolgreich gestalten zu können.Künstliche Intelligenz verändert unsere Arbeitswelt – nicht irgendwann, sondern jetzt. Doch bevor Unternehmen über konkrete Tools und Technologien sprechen, steht eine andere Frage im Raum: Wie bereit ist unsere Unternehmenskultur für den Einsatz von KI?

Projektvorstellung PDS+ durch René Rudat

Zum Abschluss des Workshops erwartete die Teilnehmenden noch ein besonderes Highlight: Mio Espig, Gründer und Betreiber des LEbertiGO Aktivmuseums, führte die Gruppe durch die Ausstellung und präsentierte eindrucksvolle LEGO-Exponate. Diese Führung bot nicht nur spannende Einblicke in die Welt von LEGO, sondern rundete den Workshop in kreativer Atmosphäre perfekt ab.

Führung durch das LEbertiGO Aktivmuseum durch Gründer und Geschäftsführer Mio Espig

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden aus den Unternehmen im Hochsauerlandkreis für ihre Offenheit und Kreativität, an die Dozentin Juliane Tholen von unserem starken Partner Mittelstand-Digital Zentrum Lingen.Münster.Osnabrück für die tolle Kooperation sowie an das LEbertiGO Aktivmuseum, das sich mit seiner beeindruckenden Kulisse perfekt für den Workshop eignete.

Wir nehmen aus dem Workshop viele Impulse mit – und freuen uns, gemeinsam mit Unternehmen in Südwestfalen weiter daran zu arbeiten, Digitalisierung praxisnah und menschorientiert umzusetzen.

Hintergrund:
Der Workshop ist Teil des Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH und wird in Kooperation mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Lingen.Münster.Osnabrück umgesetzt. Das Projekt wird mit Mitteln vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union gefördert.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Zweiter Workshop der Reihe „Digital Scouts HSK 2025“: Retrofitting im Cowolo Winterberg

Am 09. September 2025 fand im Cowolo in Winterberg der zweite von insgesamt vier Workshops der Reihe „Digital Scouts HSK 2025“, die im Rahmen des Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS (PDS+) der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH veranstaltet wird, statt. Im Mittelpunkt stand das Thema „Retrofitting – Einfach mal selber machen!“, vorgestellt von den Referenten Nico Castelli und Lukas Rilling vom Fraunhofer-Institut für angewandte Informationstechnik (FIT) / open.INC GmbH.

Durchführung des Workshops „Retrofitting“ durch Nico Castelli und Lukas Rilling im Cowolo

Unter Retrofitting versteht man die Modernisierung oder Nachrüstung bestehender Maschinen und Anlagen, die oftmals älter sind und nicht mehr produziert werden. Anstatt in kostspielige Neuanlagen zu investieren, bietet das Nachrüsten zahlreiche Vorteile – von der Verlängerung der Lebensdauer über Energieeinsparungen bis hin zur Integration in moderne IT-Umgebungen.

Die Referenten gaben den Teilnehmenden spannende Einblicke in technologische, organisatorische und prozessuale Vorteile des Retrofittings. Neben geringeren Investitionskosten und reduziertem Schulungsaufwand profitieren Unternehmen vor allem von höherer Effizienz, Prozessstabilität sowie einer gesteigerten Transparenz durch Echtzeitinformationen.

Durchführung praxisorientierter Übungen mit Sensorik und dem Einsatz von Node-Red und open.Dash

Ein Schwerpunkt des Workshops lag auf der Frage: „Wie kann ich Retrofitting in meinem Unternehmen konkret umsetzen?“. Anhand praktischer Beispiele wurde gezeigt, wie Unternehmen mit einfachen Sensoren erste Erfahrungen sammeln können, ohne hohe Risiken oder Investitionen eingehen zu müssen.

Die Teilnehmenden erhielten zudem Einblicke in:
– Hardwarelösungen wie IoT-Boxen, Sensoren und Steuerungen,
– Softwaretools für Datenübertragung, Konsolidierung und Analyse,
– den praktischen Einsatz von Node-Red und open.DASH zur Visualisierung und Interpretation von Maschinendaten.

Durchführung praxisorientierter Übungen mit Sensorik und dem Einsatz von Node-Red und open.Dash

In interaktiven Übungen konnten die „Digital Scouts“ die Konzepte direkt ausprobieren und erleben, wie sich Daten erfassen, übertragen, ablegen und visualisieren lassen. Damit wurde deutlich: Kontextwissen und praxisnahe Experimente sind der Schlüssel, um Mehrwerte aus Retrofitting-Projekten zu ziehen.

Im Anschluss an den fachlichen Teil folgte eine Führung durch die modernen Coworking-Räumlichkeiten des Cowolo. Dabei hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen und neue Impulse für ihre eigenen Digitalisierungsprojekte mitzunehmen.

Führung durch die Räumlichkeiten des Cowolo

Die nächste Station der Veranstaltungsreihe wird am 09.10.2025 das LEbertiGO Aktivmuseum in Winterberg sein. Dort wird die Teilnehmenden das Thema „Change Management“ erwarten. Melina Schröder (Mittelstand-Digital Zentrum Ländliche Regionen) und Karin Gottfried (WFG HSK) werden ihnen mit der interaktiven Methode „LEGO SERIOUS PLAY“ die Aspekte des Change Managements erläutern.

Die Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“ bietet Unternehmen aus der Region die Möglichkeit, sich gezielt mit der digitalen Transformation auseinanderzusetzen und wertvolle Impulse für ihre eigenen Digitalisierungsstrategien zu gewinnen.


Die Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“ unterstützt Unternehmen im Hochsauerlandkreis dabei, die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung zu verstehen und umzusetzen. In praxisnahen Workshops bekommen Führungskräfte und Mitarbeitende Impulse zu digitalen Themen, um als sogenannte „Digital Scouts“ Veränderungen im eigenen Betrieb anzustoßen.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
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0291 94 1815


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Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK 2025“ gestartet

Toller Auftakt der Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“: Einstieg in die Digitalisierung und Planspiel Industrie 4.0.

Im Rahmen des Projekts Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS (PDS+) der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH fand am 04. September 2025 die Auftaktveranstaltung der Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“ statt. In Kooperation mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Ländliche Regionen fiel unter dem Titel „Einstieg in die Digitalisierung und Planspiel Industrie 4.0“ für die Teilnehmenden aus Unternehmen im Kreisgebiet der Startschuss zur vierteiligen Reihe in der TransferFactory 4.0 an der Fachhochschule Südwestfalen, Standort Meschede.

Durchführung des Planspiels Industrie 4.0 durch Annika Pilgrim an der FH Meschede

Nach der Begrüßung durch Oliver Dülme (Prokurist der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH des Fachdienstes) sowie einer kurzen Vorstellung des Projekts „Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS (PDS+)“ durch René Rudat (Projektleiter PDS+) konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer praxisnah und anwendungsorientiert im Planspiel Industrie 4.0 ihr Wissen zu Begriffen und Prozessen der digitalen Transformation unter Beweis stellen und erweitern. Gemeinsam entwickelten sie für einen fiktiven Anwendungsfall eine Strategie zur digitalen und nachhaltigen Weiterentwicklung. Zudem lernten die Teilnehmenden in diesem interaktiven Format spielerisch, wie Unternehmen die komplexen Inhalte der Digitalisierung erfolgreich in die Unternehmensstrategie integrieren können. Geleitet wurde der Workshop von Annika Pilgrim vom Mittelstand-Digital Zentrum Ländliche Regionen.

Führung durch die Transfer Factory 4.0 an der FH Meschede durch Frank Gohla

Im Anschluss an den Workshop fand eine Führung durch die TransferFactory 4.0 der Fachhochschule Südwestfalen statt. Dipl.-Kfm. Frank Gohla (wissenschaftlicher Mitarbeiter der FH Meschede) erläuterte die modulare Zusammensetzung und auf Open Source basierenden digitalen Systeme, die in der schemenhaft dargestellten Produktion eines Smartphones in der Factory angewendet werden. Darüber hinaus wurde den Teilnehmenden die Wissensmanagement-App „Automation Infotainment“ präsentiert, die im Rahmen eines Forschungsprojekts an der FH Meschede entwickelt wurde.

Die Veranstaltungsreihe wird bereits am 09. September 2025 im Cowolo Winterberg fortgesetzt. Hier liegt der Fokus dann auf dem Thema „Retrofit“. Experten des Fraunhofer-Instituts für angewandte Informationstechnik werden erläutern, auf welchem einfachen Wege eine digitale Nachrüstung bzw. die Modernisierung von Maschinen, Anlagen und Betriebsmittel funktioneren kann.

Die Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“ bietet Unternehmen aus der Region die Möglichkeit, sich gezielt mit der digitalen Transformation auseinanderzusetzen und wertvolle Impulse für ihre eigenen Digitalisierungsstrategien zu gewinnen.


Die Workshop-Reihe „Digital Scouts HSK“ unterstützt Unternehmen im Hochsauerlandkreis dabei, die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung zu verstehen und umzusetzen. In praxisnahen Workshops bekommen Führungskräfte und Mitarbeitende Impulse zu digitalen Themen, um als sogenannte „Digital Scouts“ Veränderungen im eigenen Betrieb anzustoßen.

Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
digitalscouts@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815


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Neue Pflegelotsen-Kurse im HSK

Viele Beschäftigte stehen vor der Herausforderung, Angehörige zu pflegen und gleichzeitig ihren beruflichen Verpflichtungen gerecht zu werden. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die in diesem Spagat Rückhalt bieten, stärken nicht nur ihre Mitarbeitenden, sondern schaffen auch eine nachhaltig pflegesensible Unternehmenskultur. Mit unseren Pflegelotsen-Kursen im Hochsauerlandkreis bieten wir dafür den passenden Einstieg.

Was ist ein Pflegelotse?

Pflegelotsinnen und Pflegelotsen sind innerbetriebliche Ansprechpersonen für Mitarbeitende mit Pflegeverantwortung. Sie sind die ersten Kontakte im Unternehmen, die Orientierung, zum Beispiel bei gesetzlichen Regelungen, regionalen Beratungsangeboten oder betriebsinternen Unterstützungsmodellen bieten. Dabei geht es nicht um eine konkrete Pflegeberatung, sondern um ein offenes Ohr und eine erste Hilfe.

Nach Abschluss des Kurses sind die neu ausgebildeten Pflegelotsinnen und -lotsen Teil unseres Netzwerks und können sich untereinander austauschen und in jährlich stattfindenden Treffen ihr Wissen auffrischen und neue Impulse mit in ihr Unternehmen nehmen.

Unser Kursangebot im Überblick

Basis-Kurs: Einführung in die Pflegelotsenrolle
24.09.2025 | 09:30 – 13:30 Uhr | ab 100,-€ (zzgl. 19% USt.; inkl. Verpflegung und Schulungsmaterial)
Anmeldung & weitere Informationen

Intensiv-Kurs: Grundlagen, Vertiefung & Praxisanwendung
12. + 13.11.2025 | jeweils 09:30 – 16:00 Uhr | ab 220,-€ (zzgl. 19% USt.; inkl. Verpflegung und Schulungsmaterial)
Anmeldung & weitere Informationen

Fresh up-Kurs: Pflegewissen aktuell & aufgefrischt für bereits ausgebildete Pflegelotsen
05.03.2026 | 09:30 – 16:00 Uhr | ab 120,-€ (zzgl. 19% USt.; inkl. Verpflegung und Schulungsmaterial)
Anmeldung & weitere Informationen

Hier und in unserem Informationsflyer finden Sie weitere Informationen zum Kursangebot und dem Thema Pflege und Beruf.

Warum diese Kurse wichtig sind:

  • Entlastung für pflegende Mitarbeitende
  • Stärkere Mitarbeitendenbindung und -motivation
  • Reduktion von Ausfällen und Fluktuation
  • Steigerung der Arbeitgeberattraktivität
  • Aufbau von betriebsinternen Kompetenzen

Anmeldung und weitere Informationen:


Katja Cramer
Projektleiterin Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland
katja.cramer@hochsauerlandkreis.de
0291 94 13 37

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