FokusFreitag: Open Source als Baustein moderner OT-Sicherheit

Im Rahmen des Online-Formats „FokusFreitag – Wirtschaftsförderung Kompakt“ am 24.04.2026 wurde beleuchtet, wie sich eine leistungsfähige und zukunftsfähige OT-Sicherheitsinfrastruktur auf Basis von Open-Source-Technologien aufbauen lässt. Nach einer kurzen Begrüßung durch René Rudat (Projektmanager PDS+) zeigte Referent Olaf Krause (Geschäftsführer der OKIT GmbH) in seinem Vortrag „OT-Cybersecurity mit Open Source“ anhand einer praxisnahen Beispiel-Topologie, welche Komponenten für eine moderne Sicherheitsarchitektur in Produktions- und OT-Umgebungen erforderlich sind und wie sich diese mit Open-Source-Lösungen umsetzen lassen. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem Firewall- und VPN-Konzepte, Remote-Access-Lösungen, Jump Server, Mikrosegmentierung, Log-Server sowie Asset-Management-Systeme.

Vortrag „OT-Cybersecurity mit Open Source“ von Referent Olaf Krause (OKIT GmbH)

Ein besonderer Fokus lag auf dem sogenannten Zero-Trust-Ansatz. Dieser verfolgt das Prinzip, Vertrauen innerhalb der Infrastruktur grundsätzlich zu minimieren und Zugriffe strikt auf notwendige Berechtigungen zu begrenzen. Dadurch soll insbesondere die laterale Ausbreitung von Angriffen innerhalb von Netzwerken verhindert werden.

Vortrag „OT-Cybersecurity mit Open Source“ von Olaf Krause (OKIT GmbH)

Darüber hinaus wurde deutlich, dass Open Source im Bereich der Cybersicherheit zunehmend als strategischer Vorteil betrachtet werden kann. Transparenz, Kontrollmöglichkeiten und Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern wurden dabei als wesentliche Stärken hervorgehoben. Gleichzeitig machte der Vortrag deutlich, dass auch Open-Source-Lösungen professionell geplant, gepflegt und kontinuierlich überwacht werden müssen.

Vortrag „OT-Cybersecurity mit Open Source“ von Olaf Krause (OKIT GmbH)

Neben technischen Fragestellungen wurden ebenfalls regulatorische Anforderungen thematisiert. Mit Blick auf die NIS-2-Richtlinie und die steigenden Anforderungen an Unternehmen wurde herausgestellt, dass OT-Sicherheit zunehmend zur Managementaufgabe wird. Insbesondere die Themen Risikomanagement, Dokumentation und Nachweisbarkeit von Sicherheitsmaßnahmen gewinnen weiter an Bedeutung.

Vortrag „OT-Cybersecurity mit Open Source“ von Olaf Krause (OKIT GmbH)

Das Fazit der Veranstaltung: Eine OT-Sicherheitsarchitektur auf Basis von Open Source kann heute eine leistungsfähige, flexible und wirtschaftliche Lösung darstellen – vorausgesetzt, Sicherheitsmaßnahmen werden konsequent umgesetzt und als fortlaufender Prozess verstanden.


Ansprechpartner:


René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815