Am 23. April 2026 fand die vierte Veranstaltung der Reihe „Cybersicherheit im HSK“ im DampfLandLeute Museum Eslohe statt. Vertreterinnen und Vertreter regionaler Unternehmen nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Cyberbedrohungen zu informieren und praxisnahe Handlungsempfehlungen zu erhalten.

Nach der Begrüßung und Einführung durch unseren Kollegen René Rudat, Ansprechpartner für Digitalisierung und Transformation bei der Wirtschaftsförderung Hochsauerlandkreis, gaben die beiden Referenten wertvolle Einblicke in die aktuelle Bedrohungslage.

Henning Voß vom Wirtschaftsschutz NRW beleuchtete insbesondere die wachsende Bedeutung von Spionage, Sabotage und Cyberangriffen für Unternehmen. Dabei wurde deutlich, dass längst nicht mehr nur Großkonzerne im Fokus stehen, sondern insbesondere kleine und mittlere Unternehmen zunehmend Ziel von Angriffen sind. Die Schäden durch Wirtschaftsspionage und Cyberkriminalität erreichen mittlerweile enorme Ausmaße, während sich die Bedrohungslage – auch vor dem Hintergrund geopolitischer Entwicklungen – weiter verschärft.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Methoden der Angreifer: Von Phishing-Mails über Schadsoftware bis hin zu gezielten Ausspähungsversuchen nutzen Täter eine Vielzahl von Einfallstoren. Umso wichtiger ist ein ganzheitliches Sicherheitskonzept, das neben technischen Maßnahmen auch organisatorische und personelle Aspekte berücksichtigt.

Im Anschluss zeigte Sebastian Barchnicki von Digital.Sicher.NRW praxisnah auf, wie Unternehmen ihre digitale „Angriffsfläche“ reduzieren können. Unter dem Motto „Machen wir gemeinsam die Tür zu im Netz“ verdeutlichte er, dass Cybersicherheit Angelegenheit der Geschäftsführung ist und von Anfang an mitgedacht werden muss.
Besonders eindrücklich war die Darstellung von „Cybercrime as a Service“: Kriminelle Geschäftsmodelle im Netz sind heute hochgradig professionalisiert und bereits mit geringem finanziellem Aufwand nutzbar. Gleichzeitig wurde aufgezeigt, dass kein Unternehmen „zu klein“ oder „zu unbedeutend“ ist, um Ziel eines Angriffs zu werden.

Neben der Sensibilisierung für Risiken erhielten die Teilnehmenden auch konkrete Handlungsempfehlungen. Dazu zählen unter anderem die konsequente Umsetzung von Basismaßnahmen wie regelmäßige Updates, sichere Passwörter und der Einsatz von Zwei-Faktor-Authentifizierung sowie die Schulung von Mitarbeitenden im Umgang mit Phishing und anderen Angriffsmethoden.
Die Veranstaltung machte deutlich: Cybersicherheit ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der strategisch im Unternehmen verankert werden muss. Die Wirtschaftsförderung Hochsauerlandkreis unterstützt Unternehmen dabei, sich frühzeitig aufzustellen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Mit weiteren Terminen setzt die Wirtschaftsförderung Hochsauerlandkreis die Reihe „Cybersicherheit im HSK“, die im Rahmen des EFRE geförderten Projekts „Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS+“ stattfindet, in den kommenden Wochen fort. Ziel ist es, Unternehmen praxisnah zu informieren, für Risiken zu sensibilisieren und konkrete Unterstützung bei der Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen zu bieten.
Der nächste Termin findet am 22. Mai online statt. Hier liegt der Themenschwerpunkt auf der „Cyberversicherung“. Peter Schwanke, Senior IT-Security Consultant bei der codecentric AG, und Heiko Jassmann, Cybersecurity Consulting Expertert der protectONE, sind als Referenten dabei.
Die Termine der Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK 2026“ im Überblick:
10.02.2026 – Sensibilisierung & Cyberkriminalität
26.02.2026 – Cyberangriffe auf KMU – Bericht eines Hackers
19.03.2026 – Regulatorische Anforderungen (CRA & NIS2) & Cyber-Notfallplan
23.04.2026 – Bedrohungen & Gefährdungstrends
22.05.2026 – Cyberversicherung
25.06.2026 – KI-gestützte Cyberangriffe & Sicherheitslösungen
09.07.2026 – Moderne IT/OT-Sicherheitstechnologien
Die kostenfreien Veranstaltungen richten sich vorzugsweise an Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.





Hintergrund:
Die Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK“ richtet sich gezielt an Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche. Sie bietet praxisnahe Informationen und Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Cyber-Resilienz und fördert den Austausch zwischen Expertinnen und Experten sowie Teilnehmenden.
Ansprechpartner:

René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815
