Mit der vierten und letzten Veranstaltung zum Thema „Moderne IT-/OT-Sicherheitstechnologien“ fand am Dienstag die Reihe „Cybersicherheit im HSK“ im großen Sitzungssaal des Kreishauses Meschede ihren erfolgreichen Abschluss. Teilnehmende aus Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche informierten sich über praxisnahe Lösungsansätze zum Schutz vor aktuellen Cyber-Bedrohungen.
Im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung standen konkrete technologische Strategien zur Absicherung vernetzter Unternehmenssysteme. Vier Fachvorträge gewährten spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und zeigten, wie sich Digitalisierung und Sicherheit wirkungsvoll verzahnen lassen.

Zum Auftakt beleuchtete Prof. Dr. René Ramacher von der Fachhochschule Südwestfalen Meschede in seinem Vortrag „Überblick und Einordnung moderner Sicherheitstechnologien und –konzepte“ die Grundlagen moderner IT-/OT-Sicherheitslösungen und analysierte beispielhaft den Ablauf eines Angriffs. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem sogenannten Lateral Movement, einer Taktik, bei der sich Angreifer nach dem initialen Zugriff lateral durch Netzwerke bewegen, um weitere Systeme zu kompromittieren.

Im Anschluss stellten Achim Siewitz, Markus Haist und Tay Pinkernelle von der Secunet AG in ihrem Vortrag „Praxisgerechte Cybersecurity-Lösungen zur NIS2-Umsetzung für KMU“ moderne Sicherheitslösungen für kritische Infrastrukturen vor. Von Angriffserkennung in KRITIS-Umgebungen bis zur sicheren Edge-Vernetzung industrieller Anlagen boten sie praxisnahe Ansätze zur Umsetzung der neuen EU-Vorgaben.

Georg Schneider von der Cyber Complete GmbH rückte in seinem Vortrag „Cybercrime, Fraud & Cyber Security im KI-Zeitalter“ die zunehmende Bedrohung durch KI-gestützte Angriffe in den Fokus. Anhand realer Beispiele zeigte er auf, wie personalisierte Phishing-Mails, Deepfakes und automatisierte Transaktionsmanipulationen Unternehmen bereits heute gefährden – und wie KI-basierte Abwehrmechanismen wie Anomalie-Erkennung und Predictive Analytics zur Schadensprävention beitragen können.

Zum Abschluss thematisierte Fabian Gieshoff von der TF Industries GmbH im vierten und letzten Vortrag „Die Illusion der Immutability: Warum Backups oft trügen“, weshalb klassische Backup-Lösungen häufig nicht den gewünschten Schutz bieten und stellte mit einem physikalisch automatisierten Airgap-System eine zukunftsweisende Lösung zur sicheren Datenspeicherung und schnellen Wiederherstellung vor.
Veranstaltungsreihe mit Signalwirkung für die Region
Die vierteilige Veranstaltungsreihe wurde von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH im Rahmen des EFRE-geförderten Projekts „Produktion.Digital.Südwestfalen-PLUS+“ organisiert. Ziel war es, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Hochsauerlandkreis praxisnahe Orientierung zu IT- und Cybersicherheit zu bieten – insbesondere vor dem Hintergrund wachsender regulatorischer Anforderungen und zunehmend komplexer werdenden Bedrohungsszenarien.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Reihe wurde nicht nur wertvolles Fachwissen vermittelt, sondern auch ein starkes Signal für digitale Sicherheit und Resilienz in der Region gesetzt.






Die Termine der Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK“ im Überblick:
02.04.2025 – Sensibilisierung & Cyberkriminalität
29.04.2025 – Regulatorische Anforderungen (CRA & NIS2) & Cyber-Notfallplan
13.05.2025 – Bedrohungen & Gefährdungstrends
03.06.2025 – Moderne IT/OT – Sicherheitstechnologien

Die kostenfreie Veranstaltungsreihe „Cybersicherheit im HSK“ richtet sich gezielt an Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Handwerks und der IT-Branche. Sie bietet praxisnahe Informationen und Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Cyber-Resilienz und fördert den Austausch zwischen Expertinnen und Experten sowie Teilnehmenden.
Ansprechpartner für Rückfragen und Anmeldung:

René Rudat
Projektmanager PDS+
rene.rudat@hochsauerlandkreis.de
0291 94 1815
